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Mint-Olympiade

Wir sind MINT-freundlich

Wir sind ausgezeichnet

Am 9. November 2021 wurde das Hermann-Hesse-Gymnasium bereits zum dritten Mal in Folge durch die Initiative „MINT Zukunft schaffen“ erneut als „MINT-freundliche-Schule“ ausgezeichnet. Dabei steht „MINT“ für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik In einer Presserklärung der Initiative heißt es: „Naturwissenschaften, Technik, Mathematik und die Digitalisierung prägen unser Leben und unseren Alltag. Die heute ausgezeichneten Schulen und ihre Kooperationspartner fördern das Interesse und die Begeisterung von Schülerinnen und Schülern für die MINT-Fächer auf vorbildliche Weise. Sie bieten Lernenden die Möglichkeit, sich mit Chancen und Risiken einer digitalen Zukunft auseinander zu setzen. Insbesondere im Unterricht in den MINT- Fächern, aber auch in Projekten und durch Beteiligung an Wettbewerben, können berufliche Perspektiven für junge Menschen aufgezeigt und Potenziale geweckt werden. Die ausgezeichneten Schulen öffnen unseren Schülerinnen und Schülern ein Tor zur Zukunft“

Stärkung des MINT-Profils am Hermann-Hesse-Gymnasium

In den letzten Jahren hat das Hermann-Hesse-Gymnasium seine MINT- Profilierung weiter steigern können. Die Grundsanierung des Hauptgebäudes und die Modernisierung der naturwissenschaftlichen Räume und Computerarbeitsplätze (Informatik) wurden im Jahr 2019 abgeschlossen. Alle Fachräume verfügen seitdem über interaktive Whiteboards der Firma SMART. Die naturwissenschaftlichen Räume sind grundsaniert und modernisiert worden. Die großzügig gestalteten naturwissenschaftlichen „Lernlandschaften“ sind modern ausgestattet und ermöglichen das selbständige Experimentieren durch Schüler*innen unter Beachtung aktueller Unterrichtsdidaktik, also ein Lernen „mit Kopf, Herz und Hand“.

Auch die Computerarbeitsplätze der Schüler*innen sind im Zuge der Renovierungsmaßnahmen technisch neu ausgestattet worden. Seit einem Jahr verfügt die Schule über die Lernplattform IServ-Schulplattform (iserv.de), welche das digitale Lernen während des zweiten Corona-Lockdowns wesentlich unterstützt hat. Seit der Einrichtung eines IServ-Schulservers zum Beginn des Schuljahres 2029/20 verfügen nicht nur alle Lehrkräfte, sondern auch alle Schüler*innen über einen eigenen IServ- Account, inklusive eigener E-Mail-Adresse. „Mit IServ haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit über eine sichere Schulplattform zu kommunizieren und die IT- Infrastruktur der Schule sicher und nachhaltig kennenzulernen und zu erleben.“ (iserv.de) Innerhalb der Schule kann das WLAN derzeit schon von den Lehrkräften genutzt werden. In naher Zukunft werden auch alle Schüler*innen einen WLAN- Zugang erhalten. Dies wird zukünftig den effektiveren Einsatz von E-Learning- Programmen erlauben.

Das Fach Physik wurde bereits durch die Einführung eines zusätzlichen Wahlpflichtkurses in der Sekundarstufe I gestärkt. Eine weitere Stärkung erfolgte durch die Neueinstellung von Physiklehrkräften, um den steigenden Bedarf an diesen nachzukommen. Das Wahlpflichtangebot der Fächer Biologie und Chemie besteht weiterhin. Der in der Sekundarstufe I seit 2015 etablierte Teilungsunterricht – derzeit fast durchgehend in den naturwissenschaftlichen Fächern im Sekundarbereich I – soll auch in der Zukunft erhalten bleiben und im Physik-Fachbereich durch die verbesserte Personalsituation ausgebaut werden. Der Teilungsunterricht ermöglicht das Experimentieren in Kleingruppen, was insbesondere in den Fächern Chemie und Physik von zentraler Bedeutung ist. Der umfangreiche Teilungsunterricht in der Sekundarstufe I ist ein wesentlicher Baustein zur Vermittlung experimenteller Fähigkeiten, v. a. in den Fächern Chemie und Physik (siehe Fotos). Dies trägt wesentlich dazu bei, die Beliebtheit der oft als „schwierig“ von den Schüler*innen empfundenen Fächer Chemie und Physik zu fördern. Damit kann die Einrichtung von Leistungskursen in diesen naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern in der Oberstufe ermöglicht und sichergestellt werden.Wesentlich gestärkt wurden in den letzten Jahren insbesondere das Fach Informatik sowie der Robotik- und Maker-Bereich am Hermann-Hesse-Gymnasium. Hier lag auch der Schwerpunkt der Entwicklung im MINT-Bereich der Schule. Ermöglicht wurden die zusätzlichen Angebote in den Bereichen Programmierung und Robotik insbesondere auch durch die Neueinstellung von zwei zusätzlichen Informatiklehrkräften. Auf drei MINT-Aktivitäten soll im Folgenden genauer eingegangen werden.

MINT-Aktivität 1 : Stärkung des Faches Informatik 

Neben dem bisher schon etablierten Informatik-Unterricht in Jahrgang 8 wurden zusätzliche Wahlpflichtkurse Informatik in den Jahrgängen 9 und 10 eingerichtet. In diesen Wahlpflichtkursen steht nicht nur das Erlernen von Programmiersprachen im Fokus, sondern auch der Erwerb von allgemeinen MINT- und Robotik-Fähigkeiten. Die Informatik-Wahlpflichtkurse profitieren hierbei einerseits von der Neuausstattung mit leistungsfähigen PCs im Rahmen der Schulsanierung als auch von der Einrichtung der Robotik- und Maker-Kurse im Profilbereich und deren Ausstattung.
Die Einrichtung der Informatik-Wahlpflichtkurse im Sekundarbereich I führt dazu, dass die bereits etablierten Informatik-Grundkurse in der Oberstufe ab dem kommenden Schuljahr das Prüfungsfach Informatik im Abitur möglich machen Dies dürfte die ohnehin schon hohe Attraktivität der MINT-Fächer in der Oberstufe weiter stärken. Nicht zuletzt stärkt auch der viersemestrige Zusatzkurs Digitale Welten mit einem MINT-Schwerpunkt die Präsenz der MINT-Fächer in der Oberstufe. Dieser Kurs wird von MINT-Lehrkräften unterrichtet und ist fächerübergreifend angelegt. U. a. durch das Schneiden von Filmen, das Bearbeiten von Fotos, die Gestaltung von Internetseiten, das Kreieren von Settings für Computerspiele lernen die Oberstufenschüler*innen über einen an der eigenen Lebenswelt orientierten und oft spielerischen Zugang die Arbeit mit digitalen Medien.

MINT-Aktivität 2: Aufbau von Robotik- und Maker-Kursen im Profilbereich der Schule

Im neu eingeführten Robotik Profilkurs und im Profilkurs Making -Kreativ mit Technik werden digitale Inhalte wie Programmieren mit Basteln und Design verbunden. In diesen Kursen werden u. a. Bausätze von LEGO ® MINDSTORMS ® Education eingesetzt. „Diese erlauben ein handlungsorientiertes, fächerübergreifendes Lernkonzept, das Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen begeistert und sie dazu herausfordert, ihre MINT- und Robotik-Fähigkeiten in einem realistischen Umfeld zu verbessern.“ (Quelle: education.lego.com/de- de/products/lego-mindstorms-education-ev3-set/5003400#inhalt). Geplant ist eine Teilnahme an Wettbewerben in diesem Bereich, z. B. an der FIRST LEGO League Challenge (www.first-lego-league.org), einem internationalem Forschungs- und Roboterwettbewerb. Um mehr Mädchen für MINT-Fächer zu begeistern, wurden bevorzugt Mädchen im Rahmen des Bewerbungsverfahrens in den Robotik- und Maker-Kursen aufgenommen. Diese Profilkurse sind in herausragender Weise geeignet, Mädchen für die Themen der Digitalisierung, Robotik und Informatik zu gewinnen. Im Profilkurs „3D-Druck – Drucker bauen und benutzen“ steht die Anwendung des 3D-Drucks im Vordergrund. Dort sollen eigene Produkte am 3D-Drucker ausgedruckt werden.

MINT-Aktivität 3: Außerschulische Lernorte im MINT-Bereich – Wettbewerbe und Exkursionen

Die Teilnahme an Wettbewerben hat in den vergangenen Jahren zugenommen. So gab es bisher erfolgreiche Teilnahmen von Schüler*innen an folgenden Wettbewerben:
Chemie die stimmt (Chemieolympiade für die Klassen 9-10), ChemKids (Jahrgang 7- 8), Känguru-Wettbewerb (Mathmatik) und Mathematikolympiade. Für die nähere Zukunft sind auch Wettbewerbsteilnahmen im Bereich Robotik geplant. Weiterhin soll der Chemie-Abiturientenpreis der Gesellschaft Deutscher Chemiker für die besten Chemie-Schüler*innen der jeweiligen Leistungskurse vergeben werden. Eine entsprechende Ehrung von Schüler*innen des Physik-Leistungskurses durch die Deutsche Physikalische Gesellschaft ist geplant. In der Zukunft wird es eine verstärkte Beteiligung am Wettbewerb JUGEND FORSCHT geben.

Derzeit sind für alle Klassen in der Sekundarstufe I folgende Exkursionen verbindlich:
Jahrgang 7: Science Center Spectrum: selbständiges Experimentieren und Teilnahme am Praktikum „Electricität“ (Motivation für MINT-Fächer, Spaß am selbständigen Experimentieren, Forschen und Entdecken).
Jahrgang 8: KARUNA PREVENTS: Teinahme am Mitmachparkours „Rauchst du schon oder lebst du noch?“ (fächerübergreifend: Biologie/Ethik)
Jahrgang 9: Besuch einer Sternwarte und eines Planetariums (Weckung von Interesse an astronomischen und allgemein naturwissenschaftlichen Fragestellungen: „Woher kommt die Welt?“ (vgl. Jostein Garder: Sofies Welt)
Jahrgang 10: Besuch im Museum für Naturkunde Berlin: Rallye durch das Naturkundemuseum „Auf den Spuren der Evolution“ (für die Zukunft geplant: evtl. Teilnahme an Praktika zum Mikroskopieren)
In der Oberstufe werden zudem im Rahmen naturwissenschaftlicher Grund- und Leistungskurse außerschulische Lernorte wie das Gläserne Labor in Berlin Buch, die TU Berlin oder das NATLAB der FU Berlin besucht.

Weiterhin wird der Titel „MINT-freundliche Schule“ positiv von Eltern, Schüler*innen und Lehrkräften aufgenommen und z. T. von Schüler*innen in Bewerbungsunterlagen zitiert. Er erleichtert die Argumentation bei Drittmittelanträgen und auch innerhalb des Kollegiums bei der Verteilung von Lehrerstunden / finanziellen Mitteln.
Der Titel erhöht zudem fortlaufend die tatsächliche MINT-Freundlichkeit der Schule, nicht zuletzt durch einen angeregten fortgesetzten Diskussionsprozess: „Sind wir in diesem Bereich wirklich schon MINT-freundlich?“, „Wie können wir unsere MINT- Freundlichkeit (hier) verbessern?“, … Insgesamt regt die Auszeichnung dazu an, die MINT-Freundlichkeit stetig zu erhöhen. Es wird also ein Prozess im Gang gehalten, der seinen Niederschlag in einer Verbesserung des täglichen Unterrichts und in der Entwicklung des Schulprogramms findet. Die Auszeichnung ist weiterhin Ansporn, es besser zu machen und bereits Erreichtes fest zu etablieren.

Ansprechpartner: Jürgen Full: full(at)hhg-kreuzberg.de