Zirkusprojekt Cabuwazi
Aktive Pause auf dem Schulhof
Schülerclub

GanztagsGymnasium

Seit dem 01.08.2008 ist die Hermann-Hesse-Schule ein Ganztagsgymnasium – die Schülerinnen und Schüler lernen an drei Tagen bis 16:00 Uhr. Damit einher gingen zahlreiche Reformen des Unterrichts und der zeitlichen Abläufe des Schultages.

Rhythmisierung des Schultages

Wir haben den Unterrichtstag nach Anspannungs- und Entspannungszeiten rhythmisiert. Das gilt sowohl für den Wochen- als auch für den Jahresrhythmus. In den Tages bzw. Wochenablauf sind Zeiten für das selbständige Lernen und für selbst gewählte Profilkurse oder Leistungs-AGs eingeplant.

Der Unterricht wird überwiegend in Doppelstunden erteilt. Phasen des selbstständigen Lernens und Übens können auf diese Weise besser in den Unterricht integriert werden. Dies hat den lernpsychologischen Vorteil, dass neuer Stoff durch stärkere Handlungsorientierung besser durchdrungen und nachhaltiger gelernt wird. Übungsphasen und Aufgabenzeiten sind in den Schultag integriert, so dass Hausaufgaben weitgehend entfallen.

Aktive Mittagspause

In der einstündigen Mittagspause können die Schülerinnen und Schüler in unserer neuen Mensa etwas essen oder sich aktiv erholen, entweder im Schülerclub oder in dem von den Sozialpädagogen gestalteten Bereich. Wer es lieber ruhiger mag, findet einen Platz in den zahlreichen Nischen der Schule oder in der Mediathek, die ein Ort des Lesens, Lernens und Recherchieren ist.

Profilkurse

Mit der besonderen materiellen Ausstattung und den organisatorischen Möglichkeiten des Ganztagsbetriebs können für unsere Schülerinnen und Schüler erfolgreiche Lernarrangements sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich angeboten werden. In vielfältigen Wahl-Profilkursen können die Schülerinnen und Schüler ihren Interessen nachgehen und ihre Begabungen zu besonderen Fertigkeiten entwickeln. In verschiedenen Bereichen schulischen Lebens übernehmen Schülerinnen und Schüler Verantwortung für die Gemeinschaft, hier haben sie Erfahrungsfelder sozialen und interkulturellen Lernens. Über die Klassenräte, über Schüler-Arbeitsgemeinschaften und nicht zuletzt über die Gesamtschülervertretung nehmen sie am schulischen Leben teil und sorgen so auch dafür, dass sie die Schule sowohl als Lern- als auch als Lebensort wahrnehmen.

Individuelles Lernen

Auch im unterrichtlichen Bereich bietet das Ganztagsgymnasium erweiterte Lerngelegenheiten für fachliches und überfachliches Lernen. Über unser Studienzeitbuch können die Lernprozesse reflektiert werden. In den Selbstlernzeiten üben die Schülerinnen und Schüler eigenverantwortlich zu arbeiten.
Die Förderung selbstständigen Lernens im Rahmen des langen Schultages ist für unsere Schule ein zentrales Ziel. Das bloße Abfordern von Selbstständigkeit reicht jedoch nicht, um dieses Ziel zu erreichen. Deshalb haben wir Studienzeiten eingerichtet, in denen die Schüler*innen angeleitet und unter Aufsicht einer vertrauten Lehrkraft, aber dennoch eigenständig arbeiten.
Diese Reform des Umgangs mit Aufgaben verfolgt folgenden Ziele:

Studienzeit: Zeit für selbstständiges Arbeiten

  • Übung und Anwendung des im Unterricht Erarbeiteten
  • Einübung und Festigung weiterer Techniken des Lernens
  • Erziehung zur Selbstständigkeit
  • Schrittweise Übernahme der Eigenverantwortung für das Lernen
  • Selbstbestimmung des Lerntempos und der individuell notwendigen Arbeitsintensität
  • Möglichkeit für individuell zugeschnittene differenzierende Aufgaben
  • Steigerung der inhaltlichen Qualität und der Sorgfalt der Bearbeitung
  • Anhalten zum konzentrierten Arbeiten unter Aufsicht eines vertrauten Lehrers
  • Produktive und selbstständige Mitschüler können als Vorbild dienen
  • Verfügbarkeit von zu Hause nicht vorhandenen Nachschlagewerken, Fachlexika etc.
  • Anregungen für unterrichtsergänzende und außerschulische Bildungsbestrebungen
  • Möglichkeit zur äußeren Differenzierung

Für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gibt es sowohl unterrichtliche und außerunterrichtliche Angebote, wie z.B. die Leistungs-AGs. Für Schülerinnen und Schüler, die besondere Unterstützung benötigen, haben wir entweder kleine Lerngruppen oder zwei Lehrkräfte betreuen eine Lerngruppe. Darüber hinaus vermittelt der sozialpädagogische Bereich außerschulische Lernpartner.

Das problemorientierte Lernen in allen Fächern ist zentrales Entwicklungsvorhaben unserer Schule, um die Qualitätsentwicklung unseres Unterrichts weiterhin zu optimieren. Dabei sollen – in Ergänzung zum problemorientierten Lehren – die Schüler*innen durch selbständigen, offenen und erarbeitenden Unterricht zunehmend in die Lage versetzt werden, Probleme zu erkennen, zu formulieren und zu lösen. Voraussetzung ist, dass das Lernen als individueller Vorgang verstanden wird, damit durch geeignete und motivierende Auswahl von Unterrichtsgegenständen die Neugier der Lernenden geweckt wird.

Stundenplan einer 7. Klasse