Kunstcamp am GORKI-Theater: #futurewords

Foto: Mehmet Can Kocak

Das Projekt

Foto: Mehmet Can Kocak

In den Ferien veranstaltete das Maxim-Gorki-Theater ein Kunstcamp namens #futurewords. In vier verschiedenen workshops (Theater, Tanz, Hip-Hop, Social Media/Video) haben sich Schüler*innen fünf Tage lang mit dem Thema „Hass im Netz“ beschäftigt und versucht sich für mehr Liebe und Frieden in der Welt einzusetzen!
In meinem DS-Unterricht informierte uns unser Lehrer Herr da Ponte ständig über das Projekt und rief es uns immer wieder in Erinnerung. Wir entwickelten sogar ein kurzes Theaterstück, welches wir den anderen DS-Kursen präsentierten und das Projekt somit vorstellten. Ich nahm auch noch an dem Kick-Off-Treffen am Maxim-Gorki-Theater teil, wo das Projekt vorgestellt wurde und man einen Blick in die workshops werfen konnte. Doch wirklich überzeugt von dem Projekt, war ich zu der Zeit nicht wirklich. Ich war mir total unsicher, ob ich teilnehmen soll oder nicht, da ich an so einem Projekt noch nie teilgenommen habe und mir meine Ferien, wie jedem anderem auch, total wichtig sind, vor allem jetzt in der Abitur-Phase kommen einem die Ferien viel kostbarerer vor! Ich dachte wirklich lange darüber nach und nachdem ich hörte, dass meine Freunde auch teilnahmen, gab ich mir einen Ruck und meldete mich an.
Der erste Gedanke war direkt: „Jetzt gibt es kein zurück mehr, du hast es getan!“ Und dieser Gedanke verfolgte mich lange. Ich hatte Bedenken, dass es mir nicht gefallen würde oder dass ich mich mit den anderen Teilnehmern nicht verstehen würde. Doch dann kam der Tag und ich machte mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg.

Tag 1 - jetzt ist es soweit

Als ich das Foyer des Gorki-Studios betrat, war ich überwältigt von der Anzahl der Teilnehmer, der Vielfältigkeit und der Atmosphäre. Es herrschte eine tolle Stimmung die sich über den ganzen Raum ausbreitete! Anschließend versammelten wir uns alle im Gorki-Studio und machten kleine Übungen zum Aufwärmen und Kennenlernen. Natürlich wurden uns noch Informationen gegeben über das Kunstcamp und wie die nächsten Tage ablaufen werden. Und dann wurde es Zeit, in die workshops zu gehen und sich mit dem Team vertraut zu machen. Ich entschied mich für den workshop Social Media/Video.
Im Raum angekommen war mir schon klar, dass ich mich gut mit den Teilnehmern verstehen würde. Super coole, offene, herzensgute Menschen. Ich wusste sofort dass ich mit ihnen eine Menge Spaß haben würde!
Wir bildeten drei Gruppen, mit dem Ziel, Instagram-Accounts zu erstellen und diese Plattform auf viele verschiedene Weisen zu nutzen, sei es Bilder/Videos zu posten oder sich mit dem Format „Insta-Stories“ vertraut zu machen. Nach langem Arbeiten und Kennenlernen der interessanten Plattform, gab es auch endlich die Pause.
Es wurde super leckeres, warmes Mittagessen kostenlos angeboten und sogar vegetarische und vegane Gerichte waren im Menü enthalten. Nach der Pause ging es wieder ans Arbeiten in den Workshops und so ging ein langer, spannender Tag zu Ende.

Tag 2 - 4

Die restlichen Tage vergingen ähnlich. Es fing an, mit dem Aufwärmen mit dem ganzen Kunstcamp-Team, anschließend wurde in den Workshops gearbeitet, nach der Arbeit kam die Pause mit dem super leckeren Mittagessen und nochmal eine Arbeitszeit.
Die Harmonie und Stimmung in meinem Workshop war total gut und man konnte sich super austauschen und über beliebige Themen einfach mal quatschen! Aber auch mit den Teilnehmern aus den anderen Workshops konnte man sich kennenlernen und hatte die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen.
Als Social Media/Video-Team, hatten wir die einmalige Gelegenheit die Insta-Story des offiziellen Maxim-Gorki Instagram Accounts zu führen und die Leute darüber zu informieren, was wir im Kunstcamp machen und wie der Prozess in den verschiedenen Workshops vorangeht. Das fand ich besonders toll, da man die Möglichkeit hatte eine größere Reichweite anzusprechen.

Foto: Mehmet Can Kocak

Und dann kam DER Tag!

Der Tag, an dem wir unsere Ergebnisse mit den anderen workshops und fremden, interessierten Menschen teilten, die sich entweder aus Neugierde ein Ticket für unsere Aufführung gekauft haben oder von anderen Kunstcamp-Teilnehmern eingeladen wurden. Wie immer vor einem Auftritt war ich ganz schön aufgeregt, aber dennoch freute ich mich die Ergebnisse mit der Welt zu teilen! Alles lief zum Glück so wie wir es geplant hatten und auch die Aufregung verging nach einer Weile und es machte ganz schön Spaß auf der Bühne zu stehen.Zum Abschluss gab es auch noch eine tolle Party.

Doch nach all dem Spaß, kam letztendlich der Abschied und das ganze Team verspürte eine gewisse Trauer. Obwohl wir nur fünf Tage hatten um uns kennen zu lernen, war jedem Teilnehmer klar, dass er diese besondere, einzigartige Zeit vermissen würde.

Jetzt stellt ihr euch bestimmt die Frage:
„Und, hat es sich gelohnt seine Ferien dafür zu opfern?“
Ich denke meine Antwort ist eindeutig - AUF JEDEN FALL!!!
Ich nehme aus dieser Zeit wunderbare Erinnerungen und Erfahrungen mit und kann es nur jedem empfehlen, an solchen Projekten teilzunehmen, falls sich die Chance bietet. Und jetzt im Nachhinein merke ich, dass all die Bedenken die ich vor dem Projekt hatte, grundlos waren. Also, wenn sich mir nächstes Mal so eine Möglichkeit bietet, dann steht meine Antwort schon fest! :):):)

Das Projekt "#Futurewords - Ein kommunikatives Kunstcamp gegen Hass im Netz" wurde realisiert aus Mitteln des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

Cagla Aktas

 

Zurück