Nützliche Tipps für dein Abitur

Abitur
Sobald du den Plan für deine Kurswahlen erhältst, realisierst du erst, dass dich bald das Abitur erwartet. Freiwillig hast du dich für diesen Weg entschieden, aber wirst du diese Entscheidung in der Zukunft noch bereuen? Um diese Frage zu beantworten kannst du gerne unsere Schulwebsite besuchen, da du dir dort nochmal einen ordentlichen Überblick verschaffen kannst. Dazu würde ich dir sehr empfehlen die Broschüre „Auf Kurs zum Abitur - Wegweiser für die gymnasiale Oberstufe“ zu lesen. Außerdem kannst du dich, wenn du möchtest, über die 5. PK informieren und dir Beispiele ansehen.

Kurswahl
Kurswahlen haben Vor- und Nachteile. Zum einen freut man sich darauf, endlich weniger Fächer haben zu können, seine Lieblingsfächer als Leistungskurse zu wählen. Zum anderen ist man überfordert mit den Entscheidungen, welche Kurse gewählt werden müssen und welche Kurse man abwählen kann. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man etwas entscheiden muss, was man noch nicht kennt und diese Entscheidung aber die nächsten beiden Jahre tragen muss. In sehr wichtigen Fällen besteht allerdings noch die Möglichkeit das mit dem Oberstufenkoordinator zu ändern.
Viele Schüler machen den Fehler und wählen Kurse, die ihre engsten Freunde auch wählen. Schlau ist das nicht wirklich, da man seinen eigenen Interessen folgen soll und nicht denen seiner Freunde. Das Abitur ist auch eine Art Vorbereitung auf das Studium- und das Berufsleben. Du musst lernen selbständiger und natürlich unabhängiger von deinen Freunden zu werden.
Demzufolge rate ich jedem Schüler Fächer zu wählen, in denen man leistungsstark ist und in denen man wirklich interessiert ist. Schließlich sind es am Ende deine Noten, mit denen du dann klar kommen musst.
Dazu wissen nicht viele, dass es für fast jedes Fach nicht nur einen Kurs, sondern mehrere gibt. Du solltest dich ebenso darauf einstellen, dass die gewohnten Klasseneinstellungen aufgelöst werden und es ein gemeinsamer Jahrgang wird. Sprich, du hast mit den verschiedensten Leuten Unterricht. Positiver oder negativer Aspekt? Das hängt von dir ab.

Schulzeiten und Stundenplan
Deine Schulzeiten sowie dein Stundenplan sind von deinen gewählten Kursen abhängig. Insgesamt musst du 40 Kurse in vier Semestern besuchen. Hältst du das ein, so hast du automatisch früher Schluss. Ob du zwischendurch eine Pause hast, ist eine andere Sache. Die gewohnten Pausen sind nämlich Geschichte. Einige haben leider das Pech, dass sie sogar keine einzige längere Pause zwischen den Unterrichtsstunden haben, so wie ich. Das hat zwar den Vorteil, dass ich früher Schluss habe, aber leider muss ich auch früher aufstehen, denn es ist wichtig, gut zu frühstücken.

Fehlzeiten
Normalerweise gibt man eine Entschuldigung für das Fehlen beim jeweiligen Klassenlehrer ab. In der Oberstufe musst du das dann bei deinem Tutor abgeben. Damit ist diese Sache aber nicht abgeschlossen, da es sogenannte Laufzettel gibt. Nehmen wir mal an, du fehlst an einem Montag, dann musst du deinen Namen, den Namen deines Tutors, deine verpassten Kurse an dem Tag und das Datum eintragen. Abschließend muss dein Tutor noch unterschreiben und dann läufst du mit deinem Laufzettel zu den Lehrern der verpassten Kurse und entschuldigst das. Falls es dich jetzt schon interessiert, wie diese Laufzettel eigentlich aussehen kannst du diesen auf unserer Schulwebsite downloaden.

Ansprüche und Erwartungen
Im Abi wird von dir erwartet, selbstständig zu arbeiten und das nicht nur im Unterricht. Die Lehrer reduzieren das ganze Schreiben an der Tafel, du bekommst in so gut wie jedem Fach jetzt tatsächlich Hausaufgaben auf, du musst Zuhause selbständig Stoff nachholen, da viele Lehrer dazu neigen, Überraschungstests zu schreiben und dich erwarten mehr Präsentationen in einigen Fächern. Nach einer Weile gewöhnt man sich daran, aber dennoch ist es manchmal auch sehr anstrengend. Daher rate ich dir, Aufgaben, Hausaufgaben, Präsentationen und Klausurvorbereitungen rechtzeitig zu machen, damit du dir unnötigen Stress ersparst.

Klausuren
Klausuren? Was ist das denn? Genau das dachte ich mir früher auch. In der Unterstufe nannte man diese schriftlichen Leistungen noch Klassenarbeiten, nun im Abi nennt man sie Klausuren. Das sind praktisch Klassenarbeiten, nur anspruchsvoller. Du schreibst in jedem Fach gleich zwei Klausuren pro Semester (so nennt sich das Schulhalbjahr jetzt) und jeweils drei Schulstunden pro Leistungskurs-Klausur. Klingt wahrscheinlich sehr abschreckend, aber mit der Zeit akzeptiert man all den Stress, all die Mühe und all die Emotionen schließlich. Das Abitur wird einem schließlich nicht geschenkt.

“Erwachsen werden“
“Erwachsen werden“ das erwarten viele von der Abi-Zeit. Klar, man fühlt sich automatisch erwachsener, da man endlich zu den Ältesten gehört und von manchen Lehrern sogar gesiezt wird. Ein gewaltiger Unterschied zur Unterstufe ist das aber nicht. Traurig, aber wahr. Das Gefühl kann dir zwar niemand rauben, aber Respekt vor den Lehrern musst du noch haben. Manche Schüler nehmen den Begriff Oberstufe wortwörtlich und denken, dass sie dann zum höchsten Stand gehören und Respekt nicht mehr nötig haben. Falsch! Lehrer sind immerhin auch nur Menschen, die genauso erwarten respektiert zu werden wie du.

Zusammenfassend kann ich dir noch ans Herz legen, dich vor dem Abi und erst recht nicht vor deinen Mitschülern zu fürchten. Man muss sich keine Sorgen machen, da jeder sein Ziel erreichen kann, wenn man nur hart dafür kämpft.

Meisun Abogetha

 

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