Die Welt braucht dich !!!

Bei den Pfadfindern kann so gut wie jeder aufgenommen werden, egal wie alt du bist oder woher du stammst, du wirst immer herzlich willkommen sein. Die Pfadfinder sind eine Gruppe von Leuten, die sich ehrenamtlich für vieles einsetzen, darunter auch das Schützen der Natur, die Förderung des sozialen Gruppenzusammenhalts und die Entwicklung der Persönlichkeit. Es geht darum, dass sich jeder wohlfühlen kann so wie er ist, mit seinen Schwächen und Stärken. Viele Menschen sehen nur das Klischee, das Pfadfinder Kekse verkaufen, doch das stimmt nicht ganz. Natürlich machen wir sowas ähnliches auch, um Gelder für gute Taten zu sammeln, doch eigentlich geht es, viel mehr darum, dass wir als Gemeinschaft viel Zeit in der Natur verbringen und sie zu schätzen lernen. Natürlich haben wir auch ein Erkennungsmerkmal, wie zum Beispiel unsere Tracht (das Hemd), das Halstuch je nach alter in einer anderen Farbe und die Patches, die Kennzeichen für gute Taten oder für die Teilnahme an bestimmten Aktionen.  

Die verschiedenen Stämme in Berlin


Es gibt verschiede Stämme (einzelne Gemeinden in den Bezirken) in Berlin und Brandenburg zu denen du gehen könntest, wenn dein Interesse geweckt wurde. Zum Beispiel gibt es in Charlottenburg Nord den Stamm Theodor Fontane oder in Kreuzberg den Stamm im Graefekiez und auch in Mariendorf-Ost den Stamm Weiße Rose, in dem ich zurzeit aktiv bin. Wenn du mehr über die einzelnen Stämme erfahren möchtest, kannst du alles im Internet finden. Als erstes will ich dir erklären, wie das Ganze aufgebaut ist. Es gibt verschiedene Unterteilung in Altersgruppen. Man fängt mit der Wölflingsstufe an (7-10 Jahre), danach geht es weiter mit der Jungpfadfinderstufe (10-13 Jahre), dann kommt die Pfadfinderstufe (13-16 Jahre) und zum Schluss die Ranger Roverstufe (16-21 Jahre). Ab 21 gehört man zu den Mitarbeitern oder Gruppenleitern, je nach dem. Wenn du dich dazu entscheiden solltest den Pfadfindern beizutreten, dann kommst du in die Gruppe, die deiner Altersstufe entspricht. Mit der Gruppe und dem Gruppenleiter findet einmal in der Woche die Gruppenstunde statt, in der kreative, Gruppenzusammenführende und soziale Projekte geplant und umgesetzt werden. Natürlich entscheidet ihr als Gruppe was ihr alles erreichen und machen wollt. Die Gruppenleiter sind nur dafür da euch unter die Arme zu greifen. Bei den Pfadfindern werden auch Fahrten gemacht, wie zum Beispiel das Sommerlager, für 2 Wochen, dass in den Sommerferien stattfindet oder das Pfingstlager, für höchstens 4 Tage, dass in den Pfingstferien stattfindet und die Adventsfahrt, am Wochenende des ersten Advents. Die beiden Fahrten in Frühjahr, finden natürlich draußen in der freien Natur statt. Es wird gezeltet, am Lagerfeuer gesessen und tagsüber werden Workshops angeboten. Um Vielleicht selbst mal Gruppenleiter zu werden, kann man die Herbstkurse besuchen. Dort kann man auch seine Jugendleiterausbildung absolvieren. Das gute an den Pfadfinder ist, dass du zu nichts verpflichtet bist. Du kannst tun und lassen was du willst und du bist flexibel, das bedeutet, wenn du mal keine Zeit hast zu der Gruppenstunde zu gehen oder auf einer der Fahrten mitzukommen, ist das nicht weiter schlimm. Wenn du nach Anschluss suchst, weil du sonst nicht viele Menschen um dich hast, dann wirst du ihn bei den Pfadfindern finden.

 

Die Verbinung zum Pfadfinden

Ich habe ein paar Pfadfinder gefragt, was sie mit dem Begriff des Pfadfindens verbinden und habe euch die Antworten aufgeschrieben, damit du einen Eindruck davon bekommst, was man unter dem Pfadfinden versteht.


Die Freiheit das zu tun, worauf man Lust hat und dass es eigentlich nichts gibt, was man nicht gemeinsam erreichen, bzw. umsetzen kann. Natürlich auch die Abende im freien, die einem das Gefühl geben, dass sie niemals enden können und die Gewissheit zu haben, dass man über die Unendlichkeit und das Universum erhaben ist.

Natur, Lagerfeuer, Gitarrenspiel, Gemeinschaft, Quatsch und Unsinn machen, „die Seele baumeln lassen“.

Eigene Wege finden, also in einer Gesellschaft zu leben und gleichzeitig als Individuum akzeptiert zu werden, die eigene Rolle zu erkennen, aber auch zu verändern. Man sollte eigene Standpunkte entwickeln aber auch andere Meinung akzeptieren, anderes respektieren und vielleicht auch als Bereicherung erkennen.

Draußen sein, auf Fahrten gehen, Freunde treffen, mit wenig auskommen, mit wenig zufrieden sein, Lagerfeuer machen, Lebenswege finden.

Für mich ist es eine Möglichkeit etwas in einer Gruppe zu erreichen, womit ich anderen helfen kann, mal an die frische Luft zu kommen ohne erreichbar zu sein, immer wieder neue nette Leute kennen lernen zu können, mich frei zu fühlen, egal wo ich bin, mal von zu Hause und allem anderen wegzukommen, Urlaub mit Freunden zu machen, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, ohne Eltern und Vormünder. Raus in die Welt zu kommen und andere Länder kennen lernen zu dürfen.

Enya Zengin, Q1



 

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