Hey, liebe Schülerinnen und Schüler des Hermann-Hesse-Gymnasiums (Lehrer*innen und Eltern sind natürlich auch willkommen :))! Wir, euer Schulblog, präsentieren euch die brandheißen News, auf die ihr alle so sehnsüchtig wartet. Als Texte- und Medien-Kurs übernehmen wir die Redaktion dieses Blogs. Falls ihr Vorschläge, Wünsche oder Fragen habt, schreibt uns gerne eine E-Mail an redaktion@hesse-kreuzberg.de // Wir freuen uns auf eure Anregungen!!!

Digital Angels

„Mit Girlpower gegen Gewalt im Netz“ so lautet die Überschrift des Artikels im Tagesspiegel, der das Projekt der DIGITAL ANGELS vorstellt. Die DIGITAL ANGELS sind ein Projekt zur digitalen Selbstverteidigung für Mädchen, an dem das Hermann-Hesse-Gymnasium teilnimmt.

"Beim Wort Gewalt denken viele zunächst an körperliche Übergriffe. Doch auch in digitalen Räumen existiert Gewalt in vielfältigen Formen – oft begünstigt durch die Möglichkeit der Anonymität im Internet. Das Frauencomputerzentrum Berlin (FCZB) hat speziell für junge Mädchen und Frauen das Projekt „Digital Angels“ entwickelt, bei dem sich die Jugendlichen austauschen und gemeinsam digitale Selbstverteidigung üben können.

Das Projekt zur digitalen Selbstverteidigung begann im Mai 2021 mit mobilen Workshops ... Ende August gingen sie am Kreuzberger Hermann-Hesse-Gymnasium in eine neue Runde: Zwölf Teilnehmer:innen (15 bis 17 Jahre alt) sollen in wöchentlichen Workshops als „Medienscouts“ ausgebildet werden. Das heißt, dass sie im Idealfall nach der Ausbildung als Multiplikator:innen anderen Jugendlichen zeigen, wie digitale Selbstverteidigung geht.

Und wie geht das? „Wir beschäftigen uns mit verschiedenen Phänomenen der digitalen Gewalt“, sagt Maria Fischer. Die Projektleiterin zählt einige auf: das missbräuchliche Verbreiten von Bildern, Fotos und Videos mit sexualisierten Inhalten („Sexting“), fiese Kommentare und Hass („Hate Speech“) oder Belästigung und Nötigung im Netz („Cybermobbing“).

Doch es geht nicht nur um das Problem digitale Gewalt, sondern vorrangig um die Entwicklung von Lösungen in konkreten Situationen. Digitale Gewalt ist ein schwieriger Begriff, der von vielen Jugendlichen und selbst von Erwachsenen gar nicht als solche erfasst wird. Meist ziehen sich Betroffene aus digitalen Räumen wie sozialen Netzwerken zurück.

Die Schülerinnen des Kreuzberger Gymnasiums seien mit viel Begeisterung dabei, berichtet die Projektleiterin nach dem ersten Workshop-Termin. Ihre Motivation sei auch die „volle Girlpower“, das bedeutet, dass sie es „besonders toll finden, dass das Projekt nur für Mädchen ist“. Als es um Wünsche an die Gruppe und das Projekt ging, musste keine Teilnehmerin lange überlegen. „Alle griffen sofort zu Papier und Stift und waren aktiv dabei“, sagt Fischer."

Anlässlich der Freiwilligentage „Gemeinsame Sache“ (10. bis 19. September) sammelt das Digital-Angels-Team weitere Ideen zu den Themen Datenschutz, Fake News, Bildrechte im Netz oder Cybermobbing für den Instagram-Account, der sich an Jugendliche richtet. Auch Fragen oder Erfahrungen können mitgeteilt werden – als Direktnachricht an den Instagram-Kanal (@digitalangels_fczb) oder per Mail (fischer@fczb.de).

Webseite des Frauen-Computerzentrums: https://www.fczb.de/projekt/digitalangels/

Aktionslink: gemeinsamesache.berlin/aktion/digitale-selbstverteidigung-tipps-tricks

Auszug aus dem Tagesspiegelartikel vom 06.09.2021

Heldin mit Hijab

Sie träumte bereits mit 13 Jahren, Boxerin zu werden. Nun mit 20 Jahren ist sie Deutsche Box-Meisterin und träumt von Olympia. Wir haben unsere ehemalige Schülerin Zeina Nasser interviewt.

Zeina würdest du dich kurz vorstellen, wer du bist und was du beruflich machst?

„Ich heiße Zeina Nassar und bin eine 20-jährige Berlinerin mit libanesischen Wurzeln, die zur Zeit Soziologie und Erziehungswissenschaft in Potsdam studiert und Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes ist. Des Weiteren spiele ich im dritten Jahr im Gorki-Theater im selbstentwickelten Stück „STÖREN“ mit. Meine größte Leidenschaft ist allerdings der Boxsport. Ich bin Leistungssportlerin und aktuell deutsche Boxmeisterin im Federgewicht. Zudem habe ich eine Basketballschiedsrichter Lizenz.“

Wie sbist du auf das Boxen gekommen?

„Ich war schon immer sehr sportbegeistert und ein vielseitig interessierter Mensch, der gerne neues ausprobierte. Zudem war ich sehr neugierig nach dem Boxen und mit 13 Jahren habe ich zufällig mit einer Freundin gemeinsam Videos von trainierenden boxenden Frauen in einer Sporthalle gesehen und mich dann sofort inspirieren lassen, weil ich es vorher nicht kannte. Diese Mädchen und Frauen waren sehr diszipliniert beim Training und zeigten Härte und Ehrgeiz, so dass Sie mich auch beeinflusst haben, mit dem Boxen anzufangen. Ich dachte nur, wenn sie es können, dann kann ich es auch. Ich hatte selber früher diese Vorurteile, dass Boxen nur was für Männer sei und es viel zu gefährlich ist. Die Frauen zeigten mir allerdings das Gegenteil. So ging ich zum Probetraining und verliebte mich in diese Kampfsportart, die übrigens sehr viel Respekt und Disziplin erfordert. Zudem war es für mich ein sehr abwechslungsreicher Sport, da ich zuvor viele andere Sportarten nur in einem Team ausgeübt hatte.“

Hast du dich schon als Kind geprügelt?

„Ich habe mich nie geprügelt und mache es auch heute nicht. Im Boxsport geht es keinesfalls um Prügeln, da es eine sehr kontrollierte Sportart ist. Es geht viel mehr darum, mit einer schlauen Taktik den Kampf zu führen. Gefühle müssen jedoch unter Kontrolle sein und man darf sich nicht über ein starken Treffer oder ähnliches ärgern, sondern muss blitzschnell konzentriert weiterboxen und die Deckung z.b hochnehmen. Auch wenn man mal Angst beim Boxen hat, kann man dies überwinden.“

Was fandest du am Boxen so interessant?

„Ich fand es sehr spannend, sich im Boxring mit anderen Gegnern auszutauschen, die man vorher nicht kannte. Im ersten Schritt versucht man immer herauszufinden, welche Stärken und welche Schwächen das Gegenüber, also der Gegner hat. Nachdem man dies herausgefunden hat, boxt man sehr schlau und mit guter Taktik. Dies macht sehr Spaß! Boxen erfordert sehr viel Konzentration und mentale Stärke und ich suche gerne nach neuen Herausforderungen, deswegen besteht für mich ein Boxwettkampf aus 70% Kopfsache und nur 30% Kraft.“

Hast du eigentlich damit gerechnet, dass du fünffache Berliner-Boxmeisterin wirst?

„Zu Beginn meiner Zeit habe ich überhaupt nicht an eine Teilnahme an einem Wettkampf gedacht. Ich habe mich für den Sport interessiert, weil man durch unterschiedliche Sportarten differenzierte Körperteile trainieren kann. Zudem wollte ich fit sein, etwas Neues ausprobieren und Stärke aufbauen. Um auf die Frage zuzugreifen aber, kann ich sagen, dass ich niemals gedacht hätte, dass ich heute fünffache Berliner Boxmeisterin- und deutsche Meisterin bin. Nach einem Jahr Training war meine Trainerin von mir so überzeugt, dass Sie mich dazu überzeugt hat, an Kämpfen teilzunehmen, da Sie sehr viel Potenzial in mir gesehen hat. Während dieser Zeit haben sich die Ziele von mir sehr geändert, denn ich wurde ehrgeiziger und habe mich sehr schnell in kurzer Zeit weiterentwickelt.“

Wie haben deine Eltern reagiert, als du ihnen gesagt hast, dass du boxen möchtest?

Meine Eltern waren zu Beginn sehr geschockt darüber, dass ich mit dem Boxen anfangen will. Da ich jedoch fest von der Entscheidung entschlossen war, hielte ich Zuhause Boxpräsentation, um Sie zu überzeugen. Darüber hinaus erzählte ich Ihnen, dass Sport wichtig für die Gesundheit sei und jemanden fit mache. Natürlich habe ich Ihnen erzählt, welche Vorteile ich hätte und was diese Sportart verspricht. So sahen sie meine Leidenschaft und ließen mich dies ausprobieren. Nach einem Jahr nahm ich, wie nicht geplant an Wettkämpfen teil und es war der zweite Schock für Sie. Als Sie jedoch meine positiv steigende Entwicklung und mein Potenzial gesehen haben, freuten sie sich sehr für mich und haben mich seitdem sehr stark unterstützt. Sie sind alle stolz auf mich und stehen alle hinter mir.

Was hat das Boxen dir für das Leben beigebracht?

„Durch das Boxen habe ich gelernt Verantwortung zu übernehmen, Geduld im Leben zu haben und für meine Ziele zu kämpfen. Ich habe ein starkes Selbstbewusstsein entwickelt und ich kann mich gut verteidigen. Zudem fühle ich mich einfach sehr stark. Beim Training schalte ich ab und bewältige meinen Stress. Ich bekomme den Kopf frei und sammle neue Konzentration. Natürlich bin ich sehr diszipliniert und erkenne durch das Boxen meine Grenzen. Vor allem habe ich mich selber besser kennengelernt. Durch mein Sport konnte ich sehr viele Menschen erreichen und insbesondere Jugendliche motivieren, für ihre Ziele einzustehen und niemals aufzugeben. Ich bin für sehr viele eine Inspiration und ein großes Vorbild und bewege viele Menschen dazu, selber Entscheidungen zu treffen bzw. kämpfe ich für die Gerechtigkeit. Mit meinem Sport Kämpfe ich auch gegen Vorurteile und setze ein großes Zeichen in der Gesellschaft.“

War es eine Überwindung für dich, Menschen zu schlagen? Wenn nicht, warum eigentlich?

„Es war überhaupt keine Überwindung, da es ja kein Prügeln ist. Boxen ist ein kontrollierter Sport und keiner wird gezwungen, im Ring zu boxen und beide Kämpfer respektieren sich. Im Hinblick auf meine vergangene Erfahrungen kann ich erwähnen, dass dieser Sport mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben hat.“

Du erhälst ja aufgrund deines Kopftuchs viel Aufmerksamkeit. Findest du es gut, dass so viel darüber diskutiert wird oder fühlst du dich auf das Kopftuch reduziert ?

„Ich möchte nicht auf das Kopftuch reduziert werden. Religion ist mir wichtig! Aber das Kopftuch soll mich nicht vom Sport abhalten, denn es spielt keine Rolle, was du auf dem Kopf trägst, eher was im Kopf steckt. Mein Sport ist mir wichtig und darauf wird der Fokus gesetzt. Ich freue mich wenn ich andere motivieren und ermutigen kann, aber ich mache es nicht bewusst.“

Denkst du, dass du ein Vorbild bist?

„Der Rolle als Vorbild werde ich mir erst jetzt richtig bewusst. Ich bekomme viele Anfragen von jungen Mädchen, Jungen und Frauen, die auch gerne Boxen wollen, aber nicht wissen was beim ersten Box-Training eigentlich passiert. Auf Instagram bin ich sehr aktiv, wie wahrscheinlich meine ganze Generation. Ich teile einfach alles was mir wichtig ist und das ist in erster Linie mein Sport! Mich freut es sehr, wenn ich durch meinen Sport andere begeistern kann. Meine Message an alle ist, sich niemals von jemanden sagen zu lassen, dass man etwas nicht erreichen kann. Wenn man sich ein Ziel setzt, sollte man alles dafür tun, um dieses zu erreichen!“

Bekommst du Hasskommentare? Wenn ja, wie gehst du damit um?

„Ich bekomme, wie jeder andere Mensch, der im Netz aktiv ist, sowohl positive- als auch negative Hasskommentare. Mit öffentlichen Druck kann ich aber ziemlich gut umgehen. Schließlich bin ich ein positiver Mensch, der sich lieber mit den positiven Sachen beschäftigt. Hasskommentare ignoriere ich oder ich sehe sie als Motivation und denke mir, dir zeig ich es erst recht, indem ich einfach weitermache!

Welche Erinnerungen hast Du noch an deine alte Schule (HHG) und denkst Du, dass dir deine Schule geholfen hat, diesen Weg zu gehen?

"Ja, klar habe ich Erinnerungen an meine alte Schule. Ich habe vieles am HHG erlebt, wie zum Beispiel das Miteinanderlernen mit meinen Klassenkameraden auf die unterschiedlichen Schulfächer. Dies hat wirklich Spaß gemacht am HHG, denn all meine Freunde waren sehr aufgeschlossen. Zudem ist das HHG eine Schule mit vielen abwechslungsreichen Möglichkeiten, sich zu steigern und auch zu bilden. Es wurden immer wieder Lernhilfen angeboten, die kostenlos waren. Schließlich denke ich, dass meine Schule z.B. durch die Mediathek, durch Lernhilfen, als auch durch aufgeschlossene Schüler mitgeholfen hat, diesen Weg zu gehen. Ich habe an der Schule gelernt, wie das Leben ist, wenn man nicht studiert und wenn man seinen Zielen nicht nach geht. Einige meiner Lehrer haben auch gezeigt, dass Übung den Meister macht, so dass ich immer an diesen Gedanken gedacht habe, als ich immer Boxerin werden wollte! Toll!

Fremd bin ich eingezogen …

Ein fächerübergreifendes Projekt der Fächer Theater, Musik und Film zum Thema Heimatgeschichten aus Kreuzberg. In dem Stück geht es um die Migrationsgeschichten der Schüler*innen, die über die Gründe, warum ihre Familien nach Deutschland gekommen sind, berichten.

"Ein berührendes Theaterstück"

Am 28. und 29. Oktober hat der Theaterkurs der 12. Jahrgangsstufe unter Leitung von Frau Kruska das Theaterstück "Fremd bin ich eingezogen... Heimatgeschichten aus Kreuzberg, präsentiert. In dem Stück geht es um die Migrationsgeschichten der Schüler*innen, die über die Gründe, warum ihre Familien nach Deutschland gekommen sind, berichten.

Von Anfang an herrschte eine sehr emotionale Stimmung. Das wird vor allem durch den Chorgesang ausgelöst, mit dem das Theaterstück beginnt. Diese Emotionalität wird durch die Beleuchtung der Bühne und die aussagekräftigen Bühnenbilder und Projektionen sehr gut unterstützt. So konnte man zum Beispiel die Familienbilder der jeweiligen Schauspieler*innen erkennen. Das fand ich persönlich sehr interessant und begeisternd.

Ich habe Melda interviewt, die im Chor mitgesungen hat. Sie berichtete mir, dass es ihr viel Spaß gemacht habe, in dem Stück mitzuwirken. Sie habe viele neue Lieder gelernt. Obwohl die Proben sehr zeitintensiv und auch anstrengend waren, da alle eine gute Performance ablegen wollten, habe es sich am Ende auf jeden Fall gelohnt, mitzumachen. Der Erfolg des Stücks habe sie stolz gemacht und sie habe viele wertvolle Erfahrungen gesammelt. Obwohl sie mit dem Theaterkurs gemeinsam viel geprobt haben, hat sie die Stimmung am Auftrittstag berührt: „Die Aufführungen waren noch einmal komplett anders als die Proben, da es viel lebendiger war. Vor so vielen Zuschauern aufzuführen, ist eine ganz neue, tolle Erfahrung“, berichtet Melda.

Ich persönlich kann Melda nur zustimmen. Das Stück war sehr berührend. Obwohl es relativ kurz war, wurde die "Message" des Theaterstücks sehr gut vermittelt. Was ich auch sehr spannend fand, war, dass in mehreren Sprachen gesprochen und teilweise auch übersetzt wurde, zum Beispiel auf türkisch, arabisch, etc.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass es ein sehr gelungenes Theaterstück war, mit vielen verschiedenen emotionalen und aufregenden Elementen, das sich auf jeden Fall gelohnt hat, anzuschauen.

Esma Ersan

Wir sind zurückgezogen!

Am 21.08.2019 war es endlich so weit – Wir konnten wieder in unsere neu sanierte Schule zurück! Nach einer zweijährigen Bau- und Sanierungsphase konnte das Hermann-Hesse-Gymnasium pünktlich zu Schuljahresbeginn wieder in sein eigenes Schulgebäude einziehen. Das musste natürlich gefeiert werden!

Zu diesem Anlass kam viel Politprominenz in die neue Aula der Schule: Katrin Lompscher, die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Sandra Scheeres, die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Schulstadtrat Andy Hehmke und Baustadtrat Florian Schmidt haben sich in ihren Reden bei allen Beteiligten an diesem Bauvorhaben bedankt. Als Gesprächspartner standen die für den Umbau verantwortlichen Architekten, die Schulleiterin, Lehrer*innen, Sozialpädagog*innen und Schüler*innen zur Verfügung.

Schulleiterin Frau Roschke begrüßte die Gäste und bedankte sich bei allen Beteiligten. Bildungssenatorin Frau Scheeres und die anderen Redner bestätigten die Bedeutung eines guten Umfelds für das Lernen. Auch unser Schulsprecher Timon und seine Vertreterin Dersim sagten paar Sätze zur Schule, und die Elternvertreter*innen bedankten sich für den reibungslosen Ablauf der Umbauzeit.

Die offizielle Feier wurde von Musik begleitet – Can (Q3) am Klavier und Cansin (Q3) mit einem sehr schön gesungenen Lied. Eine Diashow zeigte Bilder aus der Schule vor, während und nach der Sanierung.

Dann begann das Fest. Im Erdgeschoss gab es ein großes Buffet mit vielen Leckereien, auf dem Schulhof stand die Bühne, wo Schüler*innen verschiedener Klassen ihre Talente zeigten. Während die einen Instrumente spielten, waren die anderen so mutig und sangen auf der Bühne. Schüler*innen und auch die Gäste schauten den Auftretenden fasziniert zu. Und da ein Fest an unserer Schule natürlich nie ohne Volkstänze endet, tanzten am Ende viele Schüler*innen noch verschiedene Volkstänze! Es war eine sehr schöne feierliche Atmosphäre. Dieser Tag zeigte uns mal wieder, was für eine tolle Schulgemeinschaft wir haben.

An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön im Namen der Schülerschaft an alle, die es uns ermöglicht haben, nun auf dieser modernen und endlich wieder sauberen Schule lernen zu können! Vor allem geht unser Dankeschön an unsere Schulleiterin Frau Roschke, die sich sehr dafür eingesetzt hat, dass unsere gesamte Schule saniert wird und jetzt endlich wieder so gut aussieht.

„Spiel des Lebens“

Theaterstücke über ernste und aktuelle Themen sind langweilig? Das sollte man keinesfalls verallgemeinern. Themen wie Gleichberechtigung und Sexismus auf einzigartige Art behandelt. Das Stück „Spiel des Lebens“ hat Themen wie Gleichberechtigung und Sexismus auf einzigartige Art behandelt.

Es geht in dem Theaterstück „Spiel des Lebens“ um weibliche und männliche Kandidaten, die sich bei einem Casting für die Rolle von Henry V. bewerben. Beim Casting stellen sich die Kandidaten die Frage, ob eine Frau überhaupt die Rolle eines Mannes übernehmen kann? Und wie männlich sollen die Bewerber überhaupt spielen?

Müssen wir uns in der heutigen Zeit diese Fragen überhaupt noch stellen? Offenbar, wie das Stück humorvoll zeigt. Das Ziel der Vorführung war es, Fragen zu Identitäten und Geschlechterrollen anzuregen. Den Schüler*innen des Kurses war es wichtig, mit Hilfe des dramaturgischen Kniffs des Castings die immer noch bestehende Ungleichheit zwischen den Geschlechtern anzusprechen. Frauen sollen nicht ausgeschlossen oder benachteiligt werden. Leider ist es so, dass Frauen und Männer überall auf der Welt immer noch nicht gleichgestellt sind. In einigen Ländern wird Frauen die Möglichkeit auf Bildung verweigert. Selbst in Deutschland ist es so, dass Männer 21% mehr verdienen als Frauen. In dem gleichen Beruf sind es immer noch 6% weniger für die Frauen.

Am Anfang der Aufführung war es teilweise etwas schwierig, sich in das Geschehen einzufinden, doch im Laufe des Stücks hat sich diese Verwirrung gelegt.

Wer am Ende des Castings die Rolle von Henry V. bekommt, bleibt offen. Die Zuschauer sollen selbst über das Ende nachdenken. Einige der Schauspieler*innen sagten, dass sie gemeinsam im Kurs über das Ende diskutiert und sich für das offene Ende entschieden hätten.

Ich empfand das Stück als sehr kurzweilig. Trotzdem hat es mich zum Nachdenken angeregt. Die Zuschauer*innen haben die Aufmerksamkeit nicht verloren und konnten dem Stück folgen. Dem Lachen des Publikums nach zu urteilen wurde auch der Humor verstanden.

Schon vor zwei Jahren hat unsere Schule in Zusammenarbeit mit dem Gorki-Theater mit dem Projekt „Stören2“ Geschlechterrollen, Körperbilder sowie Selbst- und Fremdbestimmtheit thematisiert. Beide Stücke haben viel positives Feedback bekommen.

 Selin Yel

Snowboard-Fahrt nach Tirol

Wer wünscht sich nicht eine Woche in den verschneiten Bergen Österreichs zu verbringen und gleichzeitig noch Snowboard fahren zu lernen …? Diese Möglichkeit bietet unsere Schule jährlich 20 Schüler*innen des 11. Jahrgangs. Dieses Jahr hatte ich das Glück, dabei sein zu dürfen und eine tolle Woche in Österreich verbringen zu können. Wenn ihr weiterlest, könnt ihr erfahren, wie wir unsere Woche dort gestaltet haben.

Snowboard-Fahrt nach Tirol

Eine Woche in Österreich verbringen und Snowboard fahren lernen... Als wir von diesem Angebot erfuhren, waren sehr viele von uns so fasziniert davon, dass sie unbedingt mitfahren wollten. Und 20 von uns hatten das Glück, mitfahren zu dürfen. Nun denkt ihr euch vielleicht, dass es nur eine „just for fun“-Fahrt ist. Nein! Diese Fahrt ist nicht wie eine 'normale' Klassenfahrt, bei der es darum geht möglichst viel Spaß zu haben, mit der Klasse zusammen zu wachsen oder auch die letzte Woche zusammen zu genießen. Bei uns ging es in erster Linie darum, am Ende der Woche sicher auf dem Board stehen und natürlich auch fahren zu können. Denn am Ende der Woche legten wir zwei praktische Prüfungen und einen Test ab, da dieser Kurs auch später in das Abiturzeugnis als Sportkurs eingebracht werden kann. Natürlich ist zu erwähnen, dass wir auf dieser Fahrt extrem viel Spaß hatten und die Gruppe auch sehr gut zusammen gewachsen ist. Weil es verbindet, gemeinsam etwas Neues zu lernen und an seine Grenzen auszuloten. Am liebsten würden wir die Fahrt sogar wiederholen!

Tag 1 – Anreise und Ankunft
Heute war es endlich so weit! Die Fahrt stand an! Am morgen trafen wir uns um 07.30 Uhr am Ostbahnhof und wurden da von unserem Reisebus abgeholt, der uns bis ans Ziel brachte. Als der Bus dann mit einer kleinen Verspätung ankam, begann die Reise kurz vor neun endlich. Gemeinsam mit einer Köpenicker Schule nahmen wir die Reise auf uns und kamen gegen 19.00 Uhr in der Pension Haflingerhof an. Ein kleiner Ort, recht ruhig, mit einem kleinen „Bauernhof“ neben der Pension. Angekommen legten wir unsere Koffer in unsere Zimmer und gingen zuerst runter zum Abendessen, da viele nach der langen Reise natürlich auch Hunger hatten. Anschließend ging es gleich weiter mit dem Theorie-Unterricht, den jeden Abend jeweils zwei Schüler_innen gestalteten. Das Thema des heutigen Theorieunterrichts war die Ausrüstung und das Material. Damit wir am nächsten Tag nicht komplett ahnungslos sein sollten, stellten uns zwei Schüler das Snowboard vor, was sich genau darauf befindet und wie die wichtigsten Teile darauf heißen. Anschließend bekamen wir noch einen kleinen Ausblick auf den nächsten Tag. Als wir dann frei hatten, machten wir uns natürlich alle erst mal nach der langen Reise frisch und genossen den restlichen Abend vor der Bettruhe, die übrigens um 22 Uhr war. Am ersten Abend jedoch entdeckten einige Schüler_innen kurz vor der Bettruhe Durchgangstüren im Balkon zu den Balkonen unserer Mitschüler_innen und nutzten dies am ersten Abend natürlich auch aus. Es gab also regen Besuch zwischen den Zimmern.   

Tag 2 – Materialausleihe und Snowboard entdecken
Nach einer kurzen Nacht startete der Tag auch recht früh: Ab 06:30 Uhr ab es Frühstück, um 07:30 Uhr fuhr unser Bus ab. Als erstes ging unsere Reise zur Materialausleihe. Jeder von uns bekam dort die Boots, das Snowboard und einen Helm für die Woche ausgeliehen. Als wir dann auch so weit waren, dass jeder seine Materialien hatte, fuhren wir mit dem Bus weiter zur Piste, erhielten unsere Pistenkarten und die Woche konnte endlich so richtig starten: Nach dem zwei von uns die Erwärmung übernommen haben, die übrigens auch bewertet wurde, teilten wir uns in zwei Gruppen. Zehn von uns waren bei Frau Roschke und Herrn Kaiser, die anderen zehn bei Herrn Behrens und Anja. Uns wurden zuerst logischerweise die Basics beigebracht bzw. noch mal erklärt: Wie schnalle ich mich richtig an; wie stehe ich überhaupt auf und wie stehe ich vor allem auf einem Board ohne wegzurutschen? Nach dem wir dann endlich so weit waren und es alle einigermaßen verstanden hatten, durften wir auch schon sehr kurze Strecken fahren. Diese Übungen unterbrachen wir, als die Mittagspause anstand. Nach der Mittagspause bekamen wir beigebracht, wie wir richtig bremsen und machten dazu einige kleine Übungen. Und der Tag verging wie im Flug, denn viel mehr schafften wir dann auch nicht mehr. Als wir wieder in unserer Pension ankamen, hatten wir ein bisschen Zeit für uns, bevor es zum Abendessen ging. Und zum Abschluss des Tages gab es noch eine Theorieeinheit. Davor machten wir „spielerisch“ eine Auswertung zum heutigen Tag und bekamen Input zu den FIS1 Regeln (FIS = Fédération international de ski). Das sind Regeln, die jeder auf der Piste kennen sollte, um sich und die anderen auf der Piste nicht zu gefährden. Zu aller Letzt gab es wieder einen Ausblick auf den nächsten Tag und noch eine halbe Stunde Freizeit.

Tag 3 - Kurvenfahren
Das Ziel dieses Tages war es Kurven fahren zu lernen. Zu aller erst wärmten wir uns natürlich auf. Nach der Aufwärmung machten wir einige unterschiedliche Übungen zum Bremsen, damit wir das erst mal sicher beherrschten und 'meisterten' dann unsere ersten Abfahrten. Anschließend wurde uns erklärt, wie man die Kurven richtig fährt. Und dann ging es für uns auch an die Sache. Unser Motto dabei: Learning by doing. Wir probierten, fielen, standen auf und machten weiter. Und wenn man dann mal an einem Punkt war, bei dem man nicht mehr sonderlich viel Motivation hatte, kamen die anderen und motivierten einen gleich wieder. Aufgeben war für keinen eine Option. Wir übten und übten den ganzen Tag. Die einen von uns beherrschten die Kurven schon nach relativ kurzer Zeit sicher und die anderen, wie ich brauchten etwas länger. Zwischenzeitlich gab es dann auch Mittag essen und den restlichen Mittag bis zum Nachmittag verbrachten wir damit die Kurven zu lernen. Als wir dann zurück in unsere Pension fuhren, hatten wir wieder Zeit für uns, die die einen mit Schneeballschlachten verbrachten, die anderen damit Tischtennis und Billard zu spielen (…) Und wie immer gab es dann am Abend noch eine Auswertung des Tages, Theorieunterricht zum Thema „Einstieg in den Wintersport“ und natürlich einen Ausblick für den nächsten Tag. Die letzte Stunde vor der Bettruhe wurde auch noch mal von vielen genutzt, um sich ein wenig auszutoben beim Tischtennis, Billard (…)

Tag 4 – Verbessern der Steuerqualitäten und einfache Slopestyle Elemente
Der heutige Tag war etwas individueller. Wir fuhren an dem Morgen an eine andere Piste als sonst. Als wir mit der Gondel oben ankamen, machten wir einige Erwärmungsübungen und fuhren dann die Piste ab. Dabei teilten wir uns in zwei Gruppen, damit die einen einerseits nicht zu lange warten musste und sich die anderen, die etwas länger brauchten, andererseits nicht durch die anderen unter Druck gesetzt fühlten. Hier probierten wir vieles aus und lernten dazu. Ich konnte an dem Tag zum Beispiel das frontside Kanten und generell das Bremsen noch einmal üben, da ich dabei große Probleme hatte. Wir bekamen also die Möglichkeit während der Fahrt an unseren Fehlern und Problemen zu arbeiten. So verging unser Vormittag. Anschließend fuhren wir zu unserem Restaurant um dort zu Mittag zu essen und blieben auch gleich dann bei der Piste dort. Während die einen lernten mit dem Tellerlift zu fahren, wiederholten die anderen entweder die Sachen, die wir die Tage zu vor lernten oder lernten einige neue Sachen dazu. Am Abend bekamen wir dann im Theorieunterricht wichtiges zum Thema „Unfallmanagement“ beigebracht. Also wie verhalte ich mich richtig im Falle eines Unfalls, wenn es eine verletzte Person gibt und ähnliches.  

Tag 5 - Prüfungsvorbereitungen
Desto mehr sich die Fahrt sich dem Ende nährte, desto näher rückte auch der Prüfungstag. Auch am heutigen Tag ging es für uns an die Piste, bei der wir am vorherigen Tag waren. Wir lernte unterschiedliche Gelände kennen und fuhren bis zum Mittag auch die Pisten herunter. Dabei versuchten wir immer wieder das gelernte der letzten Tage anzuwenden: richtig bremsen, frontside Kanten, Kurven fahren... Nach dem Mittagessen hatten wir einige Stunden Zeit, um uns noch mal richtig auf die Prüfungen vorzubereiten. Die einen nutzten diese Chance noch mal intensiv aus, während die anderen etwas lockerer an die Sache gehen konnten, da sie schon so gut wie alles beherrschten, was wir in der Woche alles gelernt haben. Als wir dann am Nachmittag noch mal in die Pension zurück fuhren hatten wir wieder Zeit für uns, bevor dann das Abendessen anstand und anschließend auch der Theorieunterricht. In dieser Theoriestunde stellten uns zwei Schülerinnen einiges zum Thema „Faszination Snowboarden“ vor. Dabei gingen sie auf die Grundidee und die Geschichte vom Snowboarden ein. Anschließend gingen eine Gruppe von Schülern und Schülerinnen auf einen kleinen Abendspaziergang, bevor die Bettruhe wieder anstand.

Tag 6 – Prüfungstag und letzte Abfahrten
Langsam neigte sich die Woche leider auch schon dem Ende zu. Heute war unser letzter Tag in Österreich und die Prüfungen, auf die wir uns diese Woche vorbereitet hatten, standen an: Am morgen, nach dem Frühstück fuhren wir wieder zur Piste. Nach dem wir uns erwärmten, bekamen wir ca. eine Stunde, um uns auf die beiden praktischen Prüfungen vorzubereiten. Diese Stunde nutzten wir natürlich alle intensiv, da alle von uns möglichst gute Ergebnisse erzielen wollten... Als die Vorbereitungsstunde dann zu Ende war, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe absolvierte zuerst die Prüfung mit dem Kurvenfahren und die andere Gruppe wurde währenddessen auf das freie Abfahren (evtl. mit „Tricks“) geprüft. Anschließend tauschten wir die Gruppen und erfuhren gleich im Nachhinein auch die beiden Noten. Da wir noch Zeit hatten, fuhren wir mit den Gondeln etwas weiter hoch auf eine Piste und fuhren diese ab. Anschließend ging es zum letzten Mal für uns in das Restaurant an der Piste. Nach dem Essen fuhren wir erneut mit den Gondeln nach oben und meisterten unsere letzten Abfahrten von der Piste. Am Abend schrieben wir dann noch unseren Test und versammelten uns mit der Gruppe, um über die gesamten letzten Tage zu sprechen.

Tag 7 – Rückreise nach Berlin
Die Reise nach Österreich war heute auch leider schon zu Ende und die Rückreise stand an. Nachdem wir sehr früh aufstanden, unsere Bettlacken und Bettdecken etc. abzogen, unseren Müll trennten und anschließend ab 06.30 Uhr frühstückten, war es dann auch um 07.00 Uhr so weit. Noch früh im Dunkeln, auf rutschigem Boden, gingen wir zum Bus und die Koffer wurden in den Reisebus geladen, damit wir dann gegen 08.00 Uhr die Rückfahrt nach Berlin pünktlich aufnehmen konnten. Die Rückreise verbrachten viele mit Unterhaltungen und Spielen. Auch an Musik mangelte es während der langen Reise nicht. Weiterhin erfuhren wir noch auf der Rückreise unsere gesamt Noten für die Fahrt. Und als wir dann um 19.30 Uhr wieder am Ostbahnhof ankamen, endete die Reise „Österreich“ nun auch für uns.

Fazit
Wie man wahrscheinlich unschwer heraus lesen konnte, gefiel uns die Fahrt allen sehr. Wir haben in dieser kurzen Zeit viel Neues auf interessante Art und Weise gelernt und insgesamt hatten wir alle sehr viel Spaß mit der Gruppe. Wir würden die Reise auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen. An dieser Stelle noch mal ein großes Dankeschön vom gesamten Snowboardkurs an Frau Roschke, Herrn Kaiser, Herrn Behrens und Anja, die uns bei dieser Fahrt begleiteten, uns alles beibrachten, teilweise die Sachen 10 mal neu erklärten und trotz allem ständig sehr viel Geduld zeigten.

Halenur Gün

Kein Platz für Rassismus und Antisemitismus – Das „re_minder“-Projekt

Das Projekt „re_minder“ möchte erinnern an Rassismus, Antisemitismus und Kolonialismus. Wir haben dazu vier Tage intensiv gearbeitet und Interviews aufgenommen. Es ging um zwei Personen, die großen Respekt verdienen. Zwei Personen, die in ihrer Vergangenheit viel mit Rassismus, Antisemitismus und Kolonialismus zu kämpfen hatten und deshalb heute alles dafür geben, um sich gegen Diskriminierung einzusetzen. Ihr fragt euch nun, um welche Personen es geht? Auch wir haben es nicht gleich am Anfang erfahren…

Frau Nicklisch und Frau Schmidt hatten uns zu dem Projekt eingeladen. Wir waren uns nicht ganz sicher, ob wir überhaupt teilnehmen sollten, denn man verpasst vier Tage Unterricht und muss den Stoff nachholen. Schließlich haben wir doch mitgemacht. Im Laufe der folgenden Tage waren wir so begeistert von dem Projekt, dass wir uns gefragt haben, warum wir eigentlich erst nicht mitmachen wollten.

Tag 1 - Kennenlernen
Als erstes bekamen wir Informationen über das Projekt und was uns die nächsten Tage alles erwarten wird. Geleitet wurde das Ganze von zwei Pädagogen, die bereits ähnliche Projekte wie diese durchgeführt haben. Der eine hat zum Beispiel einen Rap-Workshop zum Thema Antidiskriminierung in Songtexten an unserer Schule gemacht.
Der erste Tag begann mit einem Spiel zum Kennenlernen. Danach ging es schon an die erste Aufgabe: Wir sollten alles aufschreiben, was uns zu den Wörtern Rassismus, Antisemitismus und Kolonialismus einfällt. Kolonialismus ist Beherrschung eines Landes durch ein Volk aus einer anderen Kultur gemeint sein soll. Wir haben lange über diese Begriffe diskutiert, um uns dem Thema von verschiedenen Perspektiven anzunähern.
Dann bekamen wir ein Foto von einer Frau und einem Mann. Es war klar, das sind die Personen, die wir am Ende dieses Projektes interviewen werden. Aber wer sie sind, wurde uns nicht gesagt. Die Aufgabe war, uns vorzustellen, wer die Person sein könnte und sie aus unserer eigenen Perspektive vorzustellen. Aus diesen kurzen Präsentationen sollten wir Fragen heraussuchen, die wir Ihnen im Interview gerne stellen würden.

Tag 2 und 3 - Wer ist wer??
Endlich wurde die erste Person auf dem Bild aufgelöst, ein sympathischer älterer Mann. Interessant war nicht nur sein Name, er heißt Israel Kaunatjike, sondern auch seine persönliche Geschichte: er ist ein Herero. Die Herero sind eine Volksgruppe in Namibia. Viele ihrer Vorfahren wurden 1904 von deutschen Kolonialherren ermordet. Israel Kaunatjike lebt seit 50 Jahren in Deutschland. Er setzt sich noch heute für eine Entschädigung und eine Entschuldigung der Bundesregierung Deutschlands zu den Geschehnissen damals ein.
Das zweite Bild zeigte Anetta Kahane. Sie ist Jüdin und heute Vorstandsvorsitzende der „Amadeu Antonio Stiftung“, die gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus kämpft. Während des Nationalsozialismus sind ihre Eltern mit ihr nach Lateinamerika geflohen. Später kamen sie zurück nach Deutschland und lebten in der DDR.
Wir haben uns mit Hilfe von Videos und Biographien ausführlich mit unseren beiden Interview-Partnern und ihrer Vergangenheit beschäftigt. Zum Beispiel haben wir ein Musikvideo von dem Rapper Matondo über Kolonialismus oder eine Dokumentation über Anetta Kahane angeschaut.  Daraus haben wir Fragen formuliert und für die Interviews geprobt.  Wir waren in der Gruppe, die Anetta Kahane befragen wollte.

Der Tag, auf den wir alle gewartet haben…
An diesem Morgen haben wir uns vor der Amadeu Antonio Stiftung von Anetta Kahane getroffen. Anetta Kahane hatte nicht viel Zeit, schließlich betreibt sie eine ganze Stiftung, deswegen mussten wir zügig arbeiten. Wir wurden durch eine professionelle Filmemacherin, die den Film am Ende schneidet, in die Technik eingewiesen. Eine/einer war für den Ton verantwortlich, während der/die Andere Frau Kahane interviewt hat.
Die Geschichte von Anetta Kahane war sehr interessant und zugleich berührend. Sie selbst war natürlich sehr professionell, es ist ja nicht ihr erstes und bestimmt auch nicht ihr letztes Interview. Zum Schluss hat sie uns durch ihre Stiftung geführt und uns verschiedene Bereiche ihrer Arbeit vorgestellt.
Das Interview mit Israel Kaunatjike war anscheinend genau so cool und interessant.

Auch wenn wir am Anfang unentschlossen waren, bei diesem Projekt mitzumachen, es hat sich definitiv gelohnt! Wir haben gelernt, wie man ein professionelles Interview führt, und viel mitgenommen, was wir in der Schule oder sonst in unserem Leben immer wieder gebrauchen können. Wir waren eine supercoole Gruppe und hatten sehr nette Pädagogen, die uns nicht eine Sekunde das Gefühl gegeben haben, als wären sie unsere Lehrer. Hier noch einmal ein ganz großes Dankeschön an sie!   
Über den Inhalt unseres Interviews verraten wir nicht viel, weil wir euch nichts spoilern wollten. Für alle, die wissen möchten, was aus den vier Tagen Arbeit rausgekommen ist: schaut euch den Kurzfilm dazu an, der spätestens im Februar veröffentlicht wird und dann auch auf unserer Homepage verlinkt sein wird. Also schaut einfach nach!

Enya Zengin und Ceren Aydin

MSA – Keine Panik

Der MSA rückt immer näher und ihr werdet immer unruhiger, seid nervös, macht euch Stress und habt großes Lampenfieber? Im folgenden Artikel geben wir euch einige Tipps und Tricks, wie ihr erfolgreich euren MSA abschließen könnt. Bleibt auf jeden Fall aufmerksam dran, denn der MSA ist eure erste richtige zentrale Prüfung!

Die Präsentation in besondere Form (PibF)

Der erste und einer der wichtigsten Punkte wäre an der Technikprobe teilzunehmen, die meistens einige Wochen vor eurer Präsentation stattfindet. Ihr erhaltet die Möglichkeit, in dem Raum, in dem ihr geprüft werdet, eure PowerPoint zu testen. Somit vermeidet ihr unnötigen Stress durch technische Probleme kurz vor eurer Präsentation!

Ihr möchtet bei euren Prüfern einen guten Eindruck erwecken? Dann wäre unser Vorschlag sich schicker als sonst anzuziehen, denn dadurch wirkt ihr definitiv seriöser und vermittelt den Eindruck, das euch die Prüfung wichtig ist.
Wenn ihr glaubt vorbereiteter zu sein, wenn ihr euch Sätze auf eure Karteikarten schreibt, ist unser Rat nur, tut das bloß nicht! Man neigt in dem Fall eher dazu, abzulesen. Das führt auch dazu, dass ihr den Blickkontakt zu euren Prüfern verliert, was nicht passieren sollte.
Wenn möglich, wäre es vorteilhafter einen eigenen Pointer zu haben. Es bringt zwar keine schlechtere Bewertung, wenn man keinen hat aber es ist einfach eine Erleichterung für euch, da ihr entspannt stehen könnt und nicht immer am Computer weiterklicken müsst.

Aber am aller aller wichtigsten ist es, ruhig, langsam und fließend zu sprechen, damit eure Prüfer euch folgen können und ihr gut verständlich seid. Wenn wir schon bei den Prüfern sind, lasst euch von Ihnen auf keinen Fall abschrecken, so sehr desinteressiert und kalt sie auch manchmal schauen, denn das muss nicht immer etwas Negatives heißen.
Eine weitere Empfehlung von uns wäre, sich sowohl freundlich als auch ernst zu präsentieren. Ihr dürft auch einen kleinen Scherz machen. Dadurch herrscht dann auch etwas Abwechslung, was sich letztendlich auch positiv für euch auswirkt.

Das wirklich wichtigste ist es, über sein Thema Bescheid zu wissen und auf Fragen nach eurer Präsentation vorbereitet zu sein. So gut ihr auch präsentiert, könnt ihr am Ende eine inhaltliche Frage nicht beantworten, wirkt sich das deutlich negativ auf eure Note aus. Wenn ihr merkt, dass euer/eure Partner/-innen Schwierigkeiten bei der Beantwortung einer Frage haben, dann könnt ihr eingreifen und ihnen aus der Klemme helfen.

Tipps für die schriftlichen Prüfungen

Erstens sind diese schriftlichen Prüfungen nicht so schwer, wenn ihr dem Unterricht der 10.Klasse aufmerksam folgt, denn glaubt es oder nicht, aber damit wäre der größte Teil der Vorbereitung bereits abgeschlossen. In der 10.Klasse wird man nämlich eigentlich jede Stunde auf die Inhalte der schriftlichen Prüfungen vorbereitet. Uns hatten besonders die MSA - Übungshefte des Stark Verlags geholfen, deswegen würden wir sie euch ans Herz legen. Bei den schriftlichen Prüfungen ist es besonders wichtig, sich die Zeit einzuteilen und sich die Aufgabenstellungen aufmerksam durchzulesen. Oft kommt es zu Flüchtigkeitsfehlern, wenn man sie nicht genau durchliest. Bleibt nicht an einer Aufgabe, bei der ihr nicht weiterkommt allzu lange hängen, denn so gerät ihr unter Zeitdruck.  
An all die Spicker, denkt gar nicht mal daran! "Es ist besser in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein" – Zitat Herr Swade :

Übrigens gibt es auf unserer Schulwebsite ebenfalls einen Artikel, der euch nähere Informationen zum MSA vermittelt! Die Hinweise zum MSA sind auf der Seite der SEK I zu finden.

Wir hoffen wir konnten euch behilflich sein!

Viel Glück und Erfolg bei eurem MSA!

Selin Yel und Ceren Aydin

Polenfahrt

Nach einigen Treffen und Vorbereitungen war es dann endlich so weit! Begleitet von zwei Lehrerinnen unserer Schule fuhren wir mit dem Bus zuerst nach Breslau und anschließend nach Kreisau. Die fünf Tage übernachteten wir dort in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Kreisau auf dem Hofe Moltke.

Familie Moltke

Nun fragt ihr euch wahrscheinlich auch, wer die Familie Moltke war? Bevor ich also über die Tage dort berichte, stelle ich euch die Familie kurz vor. Alle, die es nicht interessiert, können den Abschnitt einfach überspringen und weiter lesen!
Die Familie Moltke, ist einer der Hauptgründe, wieso Kreisau bekannt wurde. Helmuth Karl Berharnd Graf von Moltke, ist Sieger des Preußisch-Österreichischen Krieges (1866) und anschließend auch des Deutsch-Französischen Krieges (1871). Diesen Hof erwarb er damals als Alterssitz.
Jahre später gab es dann noch seinen Urgroßneffen Helmuth James von Moltke, einer der führenden Köpfe des Kreisauer Kreises (Widerstandsgruppe). Um 1942 herum, fanden im Berghaus der Familie, drei geheime Treffen des Kreisauer Kreises statt. Die Teilnehmer sprachen über eine mögliche Zeit nach bzw. ohne Hitler und vieles mehr.
Da man den Kreisauer Kreis natürlich nicht einfach vergessen wollte, errichtete man dann um 1989/1990 die Stiftung Kreisau für europäische Verständigung. Auch im Jahr 1989 fand in Kreisau die deutsch-polnische Versöhnungs-Messe statt, an dem der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der damalige polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki teilnahmen. Als 1998 dann die Internationale Jugendbegegnungsstätte Kreisau eröffnet wurde, besucht Kohl diesen Ort wieder.
 
So, dass war jetzt genug Geschichte... Kommen wir nun zum interessanten Teil!

Thema der Reise

Da diese Reise nicht einfach fünf Tage „Urlaub“ für uns sein sollten, hatten wir natürlich auch einen Programm. Gemeinsam mit jeweils 15 Schülern und Schülerinnen aus Melitopol (Ukraine) und Warschau (Polen) führten wir täglich Workshops durch, die übrigens alle auf Englisch stattfanden.

Dabei versuchten wir die anderen beiden Länder, die Kulturen und die Schüler_innen selbst besser kennenzulernen. Bei den Workshops handelte es sich um Themen wie „Kennenlern- und Integrationsspiele“, „Identität“, „Sprachspiele“ und „Was wissen wir über unsere Länder?“.  Natürlich war auch einer unserer Themen der Kreisauer Kreis. Wir bekamen die Möglichkeit ins Berghaus zu gehen, wo das Treffen des Kreisauer Kreises vor Jahren statt fand und unterhielten uns darüber. Außerdem hatten wir auch viel Freizeit und andere Möglichkeiten uns die Zeit zu vertreiben. So fuhren wir mal nach Breslau und erkundeten die Stadt oder machten auch alle gemeinsam einen Sportabend. Wir spielten verschiedene Sachen, wie Fußball, Basketball, Volleyball und Federball. Weiterhin gab es einen internationalen Abend, der allen sehr gut gefallen hat. Jeder hatte die Möglichkeit landestypische Sachen zu präsentieren. Während die polnischen Schüler_innen uns eher ihre landestypischen Gerichte vorstellten und einige Quizze mit uns durchführten, zeigten uns die ukrainischen Schüler_innen einen Tanz, den wir anschließend natürlich auch alle zusammen tanzten. Und das sah auf jeden Fall sehr lustig aus! 
Natürlich gab es zum Abschluss, an unserem letzten Abend auch noch eine Party im Schlosskeller, bei der viel gesungen, geredet, fotografiert und getanzt wurde.

Anfangs machten einige von uns sich viele Gedanken: Werden wir uns dort überhaupt verständigen können? Werden wir uns mit den Schüler*innen verstehen? Oder; eine Woche im Dorf? Kann das überhaupt schön werden? Um eine klare Antwort auf alle Fragen zu geben: JA! Die Zeit im Dorf war wunderschön, wir haben uns mit den Schüler*innen gut verstanden und wenn wir mal einige sprachliche Probleme hatten, half uns der Übersetzer weiter. Wir brauchten ihn jedoch nicht all zu oft.
Es entstanden auch wunderbare Freundschaften zu Leuten, mit denen man teilweise noch Kontakt hat. Rückblickend war es eine der schönsten Zeiten und Erfahrungen die ich gesammelt habe. Hätte ich jetzt noch einmal die Chance dort hin zu fahren, würde ich keine Sekunde zögern!

Erasmus+ Treffen in Berlin

Das Erasmus+ Treffen fand dieses Mal in Deutschland statt. Gastschüler*innen aus Bulgarien, Frankreich und Italien kamen zu uns nach Berlin. Oh, ihr wisst nicht wovon ich spreche? Mensch, dann habt ihr ja den informativen Blogeintrag zum Erasmus+ Projekt verpasst! Schaut doch schnell noch einmal da vorbei, bevor ihr weiterlest ;).

Und, noch einmal nachgelesen? Super!

Der erste Tag fing damit an, dass wir uns in der Mensa trafen und kleine Spiele zum Kennenlernen und Aufwärmen spielten. Anschließend zeigten sich die jeweiligen Länder die Filme, die sie erarbeitet haben. Nach dem Schauen der Filme merkten wir schnell, dass die Storys nicht zu der Rahmenhandlung passen, die wir uns in Bulgarien erarbeitet haben. Also fingen wir an, uns in kleinen Grüppchen zusammen zu finden und eine neue, passende Rahmenhandlung zu erarbeiteten. Dies gelang uns relativ schnell und anschließend konnten wir uns eine lange erholsame Pause gönnen. Nach der Pause ging es nochmal in eine Arbeitsphase. Anschließend hatten wir Schluss und konnten unsere Freizeit mit den Gastschülern genießen und sie durch Berlin und unseren vielfältigen Kiez führen. Die Gastschüler am Ende des Tages sicher ins Hotel zu begleiten, gehörte natürlich auch zu unseren Aufgaben.
Und so vergingen unsere restlichen Tage, es wurde viel am Film gearbeitet, gedreht, geschnitten und die ganze Kraft, die wir in diesem heißen Wetter aufbringen konnten, reingesteckt!
Als ganzes Erasmus+ Team machten wir auch Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Sightseeing-Tour, spielten eine spaßige Runde Bowling und veranstalteten am Ende der Woche sogar eine Party in der Mensa!
Natürlich gab es neben all diesen positiven und schönen Aspekten auch negative Seiten, zum Beispiel, dass das Hotel so weit entfernt war und wir, nachdem wir die Gastschüler zum Hotel gebrachten haben, meistens erst sehr spät Zuhause waren. Oder, dass die Gastschüler*innen für ihre Shopping-Touren sehr lange brauchten und wir gefühlte Jahre darauf warten mussten, dass sie endlich wieder aus einem Laden herauskamen.
Aber ich bin dennoch stolz und glücklich über unsere Arbeitsergebnisse und die tolle Zeit, die wir mit unseren Gastschülern verbringen durften!
Und deswegen viel uns der Abschied natürlich besonders schwer und viele Tränen wurden vergossen, aber wir haben beschlossen, uns in der Zukunft noch einmal zu treffen und darauf freue ich mich jetzt schon sehr!! :)
Falls ihr Interesse habt am Projekt mitzumachen und diesen tollen Film mitzugestalten, meldet euch unbedingt bei Frau Varuzza und werdet Teil des Erasmus+ Teams!

Cagla Aktas und Gözde Gül

Was ist denn bitte ein Array?

Schon einmal etwas von Html, Proccessing oder Arrays gehört? Keine Ahnung, was das sein soll? Das sind Dinge, mit denen wir uns im Informatik-Kurs beschäftigen. Damit du demnächst auch mitreden kannst, möchte ich euch den Kurs und unsere Projekte etwas genauer vorstellen.

Ich glaube, dass viele von euch beim Thema Informatik denken, dass man nur am Computer arbeitet und nichts schreiben muss, also dass es gechillt und easy ist. Naja… Es stimmt zwar, dass man nur mit dem Computer arbeitet. Jedoch sollte man diesen Kurs nicht unterschätzen, der Unterricht kann sehr anspruchsvoll werden. Aber vor allem ist er mega interessant. Oder manche befürchten, dass Informatik nur etwas für Jungs ist. In unserem Kurs ist das Verhältnis Mädchen/Jungs sehr ausgeglichen -  wir sind sechs Jungs und sechs Mädchen. Und manche Mädchen können besser programmieren als wir Jungs.  

Im Kurs lernt man vor allem, wie man einen Computer benutzt. Das ist in Zeiten der Digitalisierung sehr wichtig. Einfach jeder muss heutzutage mit dem PC arbeitet können. z.B. für Recherchen, Präsentationen, wissenschaftliche Arbeiten oder Emails. Aber im Kurs lernen wir auch, wie man z.B. eine Html-Seite aufbaut oder das Coolste überhaupt - wie man Spiele oder Bilder designen und programmieren kann. Und das nur mit ein paar Variablen und Zahlen. Endlich kann man das ganze Mathe-Wissen einmal anwenden. Zurzeit arbeiten wir mit Arrays (Ein Array ist ein Datentyp, in dem beliebig viele Werte abgespeichert werden können). Hier für euch ein Beispiel: Wir sollten einen Sternenhimmel programmieren, in dem eine Rakete fliegt. Damit es auch wirklich echt aussieht, müssen die größeren Sterne langsamer fliegen als die kleineren. Die Geschwindigkeit der Sterne kann man mit Arrays programmieren.
Wir arbeiten zur Zeit im Kurs an einem großen, bewegten Bild. Jeder von uns programmiert einen Teil des Bildes. Einer „schreibt“ das Haus, ein Anderer eine Straße usw. Wir wollen dann am Ende alles kombinieren und zu einem großen Bild verschmelzen lassen. Das ist unser Ziel bis zum Schuljahresende.

Wir, der Informatik-Kurs, haben uns mit dem Texte und Medien Kurs zusammengesetzt, um euch auch ein Ergebnis unserer Programmierearbeit zu zeigen. wollen euch mal zeigen was man so in dem Kurs macht und das zeigen wir euch mit einem Spiel was der Informatik-Kurs selbst programmiert hat. Es ist zwar sehr simpel aber ein völliger Erfolg. Demnächst gibt es hier also einen Link mit dem ihr dann zu dem von uns geschriebenen Spiel kommt. Ihr werdet also unsere ersten Test-User. Natürlich werden wir euch auch alles zur Verfügung stellen, was wir in das Programm geschrieben haben. Dann könnt ihr es auch nachbauen, wenn ihr wollt. Außerdem könnt ihr mal sehen, wieviel man für ein so simples Spiel eintippen muss.

Also bleibt gespannt Leute. Aber jetzt auch keine zu hohen Erwartungen haben. Es ist kein Spiel mit High-Quality, wo ihr gegen Zombies oder gegen 100 Leute ein Battle Royale abliefern müsst, aber ich glaube, dass ihr überrascht sein werdet.

Ich hoffe, dass ich ein paar junge Herzen dazu bewegen konnte, an einem Informatik-Kurs teilzunehmen. Ich persönlich würde es euch sehr empfehlen :) .

Bedirhan Okur

Der Umbau – Ein Interview mit dem Architekten

Seid ihr auch so neugierig und wollt wissen, wie unsere Schule nach der Renovierung aussehen wird und wann wir wieder zurückziehen können? Deshalb haben wir für euch den Architekten Herrn Beuthin interviewt. Nach dem Gespräch sind wir sicher, dass unsere Schule nach dem Umbau sehr schick aussehen wird.

Zeitplanung

Herr Beuthin erklärte, dass er momentan unzufrieden sei, weil die Bauarbeiten und die Gewerke zeitlich sieben Monate im Verzug seien. Wir ließen uns erklären, was genau Gewerke sind. Die Gewerke, sind zum Beispiel die Handwerker, die die Heizung eingebaut haben. Weil sie nicht pünktlich fertig waren, ist jetzt der eingebaute zeitliche Puffer vollständig aufgebraucht. Der Architekt ist aber sehr zuversichtlich, dass der ursprünglich geplante Termin für den Rück-Umzug in die neuen Räume, Februar 2019, eingehalten werden kann – vorausgesetzt, es gibt keine weiteren unvorhergesehen Probleme und Verzögerungen.

Farbkonzept

Außerdem haben wir dem Architekten Fragen bezüglich des Farbkonzepts gestellt. Für die Klassenräume werden Blau- und Grün-Töne verwendet und in den Fluren leichte Grau- und Braun-Töne. Damit alles passt, wurden sogar die Schließfächer umlackiert.
Eine Frage, die unsere Schule und die Schüler*innen seit längerem beschäftigt, ist, ob wir Aufenthaltsräume bekommen. – Die Antwort: Wir werden nicht wirklich einen Aufenthaltsraum bekommen, dafür sind sogenannte Aufenthaltsinseln in den Fluren geplant, mit Bänken und Tischen auf dem Flur. Wenn so etwas zustande kommen soll, müssen Möbel her, die nicht leicht brennbar sind, weil die Flure als Fluchtwege dienen.
Wie Viele schon von euch sicherlich gehört haben, bekommen wir auch Fahrstühle. Ja, ihr lest richtig: „Fahrstühle“. Wir werden nicht nur einen, sondern gleich zwei bekommen. Einer der zwei Fahrstühle fährt vom Erdgeschoss zur Mensa runter. Der andere fährt vom Erdgeschoss bis ins 3. Obergeschoss. Natürlich sind diese Fahrstühle nicht für Faule gedacht! Sondern für Personen, die diese Fahrstühle benötigen. Also Rollstuhlfahrer oder Schüler*innen, die sich das Bein gebrochen haben.

Technische Ausstattung

Die nächste Frage beschäftigt sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen seit längerer Zeit. Und zwar wie es mit der Technik aussieht. Der Architekt erklärte dazu, dass er beauftragt wurde, für jeden Raum unserer Schule Smartboards zu kaufen und anzubauen. Diese Smartboards sehen aus wie Whiteboards, also weiße Tafeln, und können auch wie diese genutzt werden. Gleichzeitig verfügen sie über einen interaktiven Beamer, so dass das Whiteboard bei Bedarf wie eine Smartboard funktioniert. Es wird auch ein Schul-WLAN geben. Aber – nicht zu früh freuen – die Schüler werden keinen direkten Zugang zum Wlan bekommen. Aber ihr könnt ein Passwort anfordern und euch dann auch mit dem Handy einloggen.

Vielen Dank nochmal an dieser Stelle an den Architekten Herrn Beuthin, dass er sich trotz seiner vielen Arbeit Zeit für uns und das Interview genommen hat.

Cagla Aktas und Gözde Gül

Kunstcamp am GORKI-Theater: #futurewords

Du hast deine Ferien geopfert für ein Theaterprojekt? Deine FERIEN?! Klingt komisch, nicht wahr? So unvorstellbar das für euch sein mag, ich habe es wirklich getan. Was für Erfahrungen ich gesammelt habe und ob ich meine Entscheidung bereut habe, erfahrt ihr jetzt!

In den Ferien veranstaltete das Maxim-Gorki-Theater ein Kunstcamp namens #futurewords. In vier verschiedenen workshops (Theater, Tanz, Hip-Hop, Social Media/Video) haben sich Schüler*innen fünf Tage lang mit dem Thema „Hass im Netz“ beschäftigt und versucht sich für mehr Liebe und Frieden in der Welt einzusetzen!
In meinem DS-Unterricht informierte uns unser Lehrer Herr da Ponte ständig über das Projekt und rief es uns immer wieder in Erinnerung. Wir entwickelten sogar ein kurzes Theaterstück, welches wir den anderen DS-Kursen präsentierten und das Projekt somit vorstellten. Ich nahm auch noch an dem Kick-Off-Treffen am Maxim-Gorki-Theater teil, wo das Projekt vorgestellt wurde und man einen Blick in die workshops werfen konnte. Doch wirklich überzeugt von dem Projekt, war ich zu der Zeit nicht wirklich. Ich war mir total unsicher, ob ich teilnehmen soll oder nicht, da ich an so einem Projekt noch nie teilgenommen habe und mir meine Ferien, wie jedem anderem auch, total wichtig sind, vor allem jetzt in der Abitur-Phase kommen einem die Ferien viel kostbarerer vor! Ich dachte wirklich lange darüber nach und nachdem ich hörte, dass meine Freunde auch teilnahmen, gab ich mir einen Ruck und meldete mich an.
Der erste Gedanke war direkt: „Jetzt gibt es kein zurück mehr, du hast es getan!“ Und dieser Gedanke verfolgte mich lange. Ich hatte Bedenken, dass es mir nicht gefallen würde oder dass ich mich mit den anderen Teilnehmern nicht verstehen würde. Doch dann kam der Tag und ich machte mich mit gemischten Gefühlen auf den Weg.

Tag 1 - jetzt ist es soweit

Als ich das Foyer des Gorki-Studios betrat, war ich überwältigt von der Anzahl der Teilnehmer, der Vielfältigkeit und der Atmosphäre. Es herrschte eine tolle Stimmung die sich über den ganzen Raum ausbreitete! Anschließend versammelten wir uns alle im Gorki-Studio und machten kleine Übungen zum Aufwärmen und Kennenlernen. Natürlich wurden uns noch Informationen gegeben über das Kunstcamp und wie die nächsten Tage ablaufen werden. Und dann wurde es Zeit, in die workshops zu gehen und sich mit dem Team vertraut zu machen. Ich entschied mich für den workshop Social Media/Video.
Im Raum angekommen war mir schon klar, dass ich mich gut mit den Teilnehmern verstehen würde. Super coole, offene, herzensgute Menschen. Ich wusste sofort dass ich mit ihnen eine Menge Spaß haben würde!
Wir bildeten drei Gruppen, mit dem Ziel, Instagram-Accounts zu erstellen und diese Plattform auf viele verschiedene Weisen zu nutzen, sei es Bilder/Videos zu posten oder sich mit dem Format „Insta-Stories“ vertraut zu machen. Nach langem Arbeiten und Kennenlernen der interessanten Plattform, gab es auch endlich die Pause.
Es wurde super leckeres, warmes Mittagessen kostenlos angeboten und sogar vegetarische und vegane Gerichte waren im Menü enthalten. Nach der Pause ging es wieder ans Arbeiten in den Workshops und so ging ein langer, spannender Tag zu Ende.

Tag 2 - 4

Die restlichen Tage vergingen ähnlich. Es fing an, mit dem Aufwärmen mit dem ganzen Kunstcamp-Team, anschließend wurde in den Workshops gearbeitet, nach der Arbeit kam die Pause mit dem super leckeren Mittagessen und nochmal eine Arbeitszeit.
Die Harmonie und Stimmung in meinem Workshop war total gut und man konnte sich super austauschen und über beliebige Themen einfach mal quatschen! Aber auch mit den Teilnehmern aus den anderen Workshops konnte man sich kennenlernen und hatte die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen.
Als Social Media/Video-Team, hatten wir die einmalige Gelegenheit die Insta-Story des offiziellen Maxim-Gorki Instagram Accounts zu führen und die Leute darüber zu informieren, was wir im Kunstcamp machen und wie der Prozess in den verschiedenen Workshops vorangeht. Das fand ich besonders toll, da man die Möglichkeit hatte eine größere Reichweite anzusprechen.

Und dann kam DER Tag!

Der Tag, an dem wir unsere Ergebnisse mit den anderen workshops und fremden, interessierten Menschen teilten, die sich entweder aus Neugierde ein Ticket für unsere Aufführung gekauft haben oder von anderen Kunstcamp-Teilnehmern eingeladen wurden. Wie immer vor einem Auftritt war ich ganz schön aufgeregt, aber dennoch freute ich mich die Ergebnisse mit der Welt zu teilen! Alles lief zum Glück so wie wir es geplant hatten und auch die Aufregung verging nach einer Weile und es machte ganz schön Spaß auf der Bühne zu stehen.Zum Abschluss gab es auch noch eine tolle Party.

Doch nach all dem Spaß, kam letztendlich der Abschied und das ganze Team verspürte eine gewisse Trauer. Obwohl wir nur fünf Tage hatten um uns kennen zu lernen, war jedem Teilnehmer klar, dass er diese besondere, einzigartige Zeit vermissen würde.

Jetzt stellt ihr euch bestimmt die Frage:
„Und, hat es sich gelohnt seine Ferien dafür zu opfern?“
Ich denke meine Antwort ist eindeutig - AUF JEDEN FALL!!!
Ich nehme aus dieser Zeit wunderbare Erinnerungen und Erfahrungen mit und kann es nur jedem empfehlen, an solchen Projekten teilzunehmen, falls sich die Chance bietet. Und jetzt im Nachhinein merke ich, dass all die Bedenken die ich vor dem Projekt hatte, grundlos waren. Also, wenn sich mir nächstes Mal so eine Möglichkeit bietet, dann steht meine Antwort schon fest! :):):)

Das Projekt "#Futurewords - Ein kommunikatives Kunstcamp gegen Hass im Netz" wurde realisiert aus Mitteln des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

Cagla Aktas

Nützliche Tipps für dein Abitur

Du fragst dich, wie das Leben eines Abiturienten aussieht? Du bist dir unsicher bei deiner Kurswahl? Du hast Angst, nicht in den selben Kursen wie deine Freunde zu sein? Und du befürchtest, Berge von Hausaufgaben aufzubekommen? Fragen über Fragen und keiner hat sie dir bis jetzt richtig beantwortet.

Abitur
Sobald du den Plan für deine Kurswahlen erhältst, realisierst du erst, dass dich bald das Abitur erwartet. Freiwillig hast du dich für diesen Weg entschieden, aber wirst du diese Entscheidung in der Zukunft noch bereuen? Um diese Frage zu beantworten kannst du gerne unsere Schulwebsite besuchen, da du dir dort nochmal einen ordentlichen Überblick verschaffen kannst. Dazu würde ich dir sehr empfehlen die Broschüre „Auf Kurs zum Abitur - Wegweiser für die gymnasiale Oberstufe“ zu lesen. Außerdem kannst du dich, wenn du möchtest, über die 5. PK informieren und dir Beispiele ansehen.

Kurswahl
Kurswahlen haben Vor- und Nachteile. Zum einen freut man sich darauf, endlich weniger Fächer haben zu können, seine Lieblingsfächer als Leistungskurse zu wählen. Zum anderen ist man überfordert mit den Entscheidungen, welche Kurse gewählt werden müssen und welche Kurse man abwählen kann. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man etwas entscheiden muss, was man noch nicht kennt und diese Entscheidung aber die nächsten beiden Jahre tragen muss. In sehr wichtigen Fällen besteht allerdings noch die Möglichkeit das mit dem Oberstufenkoordinator zu ändern.
Viele Schüler machen den Fehler und wählen Kurse, die ihre engsten Freunde auch wählen. Schlau ist das nicht wirklich, da man seinen eigenen Interessen folgen soll und nicht denen seiner Freunde. Das Abitur ist auch eine Art Vorbereitung auf das Studium- und das Berufsleben. Du musst lernen selbständiger und natürlich unabhängiger von deinen Freunden zu werden.
Demzufolge rate ich jedem Schüler Fächer zu wählen, in denen man leistungsstark ist und in denen man wirklich interessiert ist. Schließlich sind es am Ende deine Noten, mit denen du dann klar kommen musst.
Dazu wissen nicht viele, dass es für fast jedes Fach nicht nur einen Kurs, sondern mehrere gibt. Du solltest dich ebenso darauf einstellen, dass die gewohnten Klasseneinstellungen aufgelöst werden und es ein gemeinsamer Jahrgang wird. Sprich, du hast mit den verschiedensten Leuten Unterricht. Positiver oder negativer Aspekt? Das hängt von dir ab.

Schulzeiten und Stundenplan
Deine Schulzeiten sowie dein Stundenplan sind von deinen gewählten Kursen abhängig. Insgesamt musst du 40 Kurse in vier Semestern besuchen. Hältst du das ein, so hast du automatisch früher Schluss. Ob du zwischendurch eine Pause hast, ist eine andere Sache. Die gewohnten Pausen sind nämlich Geschichte. Einige haben leider das Pech, dass sie sogar keine einzige längere Pause zwischen den Unterrichtsstunden haben, so wie ich. Das hat zwar den Vorteil, dass ich früher Schluss habe, aber leider muss ich auch früher aufstehen, denn es ist wichtig, gut zu frühstücken.

Fehlzeiten
Normalerweise gibt man eine Entschuldigung für das Fehlen beim jeweiligen Klassenlehrer ab. In der Oberstufe musst du das dann bei deinem Tutor abgeben. Damit ist diese Sache aber nicht abgeschlossen, da es sogenannte Laufzettel gibt. Nehmen wir mal an, du fehlst an einem Montag, dann musst du deinen Namen, den Namen deines Tutors, deine verpassten Kurse an dem Tag und das Datum eintragen. Abschließend muss dein Tutor noch unterschreiben und dann läufst du mit deinem Laufzettel zu den Lehrern der verpassten Kurse und entschuldigst das. Falls es dich jetzt schon interessiert, wie diese Laufzettel eigentlich aussehen kannst du diesen auf unserer Schulwebsite downloaden.

Ansprüche und Erwartungen
Im Abi wird von dir erwartet, selbstständig zu arbeiten und das nicht nur im Unterricht. Die Lehrer reduzieren das ganze Schreiben an der Tafel, du bekommst in so gut wie jedem Fach jetzt tatsächlich Hausaufgaben auf, du musst Zuhause selbständig Stoff nachholen, da viele Lehrer dazu neigen, Überraschungstests zu schreiben und dich erwarten mehr Präsentationen in einigen Fächern. Nach einer Weile gewöhnt man sich daran, aber dennoch ist es manchmal auch sehr anstrengend. Daher rate ich dir, Aufgaben, Hausaufgaben, Präsentationen und Klausurvorbereitungen rechtzeitig zu machen, damit du dir unnötigen Stress ersparst.

Klausuren
Klausuren? Was ist das denn? Genau das dachte ich mir früher auch. In der Unterstufe nannte man diese schriftlichen Leistungen noch Klassenarbeiten, nun im Abi nennt man sie Klausuren. Das sind praktisch Klassenarbeiten, nur anspruchsvoller. Du schreibst in jedem Fach gleich zwei Klausuren pro Semester (so nennt sich das Schulhalbjahr jetzt) und jeweils drei Schulstunden pro Leistungskurs-Klausur. Klingt wahrscheinlich sehr abschreckend, aber mit der Zeit akzeptiert man all den Stress, all die Mühe und all die Emotionen schließlich. Das Abitur wird einem schließlich nicht geschenkt.

“Erwachsen werden“
“Erwachsen werden“ das erwarten viele von der Abi-Zeit. Klar, man fühlt sich automatisch erwachsener, da man endlich zu den Ältesten gehört und von manchen Lehrern sogar gesiezt wird. Ein gewaltiger Unterschied zur Unterstufe ist das aber nicht. Traurig, aber wahr. Das Gefühl kann dir zwar niemand rauben, aber Respekt vor den Lehrern musst du noch haben. Manche Schüler nehmen den Begriff Oberstufe wortwörtlich und denken, dass sie dann zum höchsten Stand gehören und Respekt nicht mehr nötig haben. Falsch! Lehrer sind immerhin auch nur Menschen, die genauso erwarten respektiert zu werden wie du.

Zusammenfassend kann ich dir noch ans Herz legen, dich vor dem Abi und erst recht nicht vor deinen Mitschülern zu fürchten. Man muss sich keine Sorgen machen, da jeder sein Ziel erreichen kann, wenn man nur hart dafür kämpft.

Meisun Abogetha

Wie geht es den neuen Oberstufen-Schüler*innen am Hermann-Hesse-Gymnasium?

In der Oberstufe kommen viele neue Schüler*innen von anderen Berliner Schulen zu uns an das Hermann-Hesse-Gymnasium. Wir haben Interviews mit ihnen geführt. Wir wollten wissen, warum sie sich für unsere Schule entschieden haben und ob sie sich wohl bei uns fühlen.

26.04.2018

Auf die Frage, weshalb sie an das Hermann-Hesse-Gymnasium kommen wollten, haben die meisten Schüler*innen geantwortet, dass ihnen die Schule empfohlen wurde und sie an einigen Veranstaltungen teilgenommen haben wie zum Beispiel am Tag der offenen Tür und ihnen die Schule sehr gefallen hat. Die meisten der neuen Schüler*innen fühlen sich sehr wohl am Hermann-Hesse-Gymnasium und empfinden ein gutes Gemeinschaftsgefühl, anders als auf ihrer vorherigen Schule. Vor allem fänden sie viele unserer Lehrer sehr sympathisch. Diese würden auf die Schüler und ihre Probleme eingehen. Die vielen Projekte, die es an der Schule gibt, finden sie spannend, wie z.B. das Projekt zu Hatespeech am Gorki oder das Projekt "Klassiker sehen - Filme verstehen".

Viele der neuen Schüler*innen hätten auch schon neue Freunde gefunden und fühlen sich gut integriert. Aber es sei nicht so einfach für sie gewesen, auf eine neue Schule zu kommen. Deshalb gibt es auch einzelne Schüler*innen, die sich noch nicht so integriert fühlen. Daran sind zum Teil auch die Bauarbeiten Schuld, da es in den Pausen immer ein Hin und Her gibt und wir Oberstufenschüler*innen leider keinen eigenen Aufenthaltsraum haben. Aber insgesamt verstehen sich die neuen Schüler*innen gut mit den alten Schüler*innen und umgekehrt.
Unsere Befragung diente dazu, um nachvollziehen zu können, wie sich die neuen Abiturienten fühlen und was sie über unsere Schule denken und um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden.

Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass unsere Schule mit Courage die neuen Schüler*innen mit offenen Armen aufgenommen hat. Die neuen Schüler*innen haben nicht viele Beschwerden, außer dass sie ein paar Probleme wegen der Bauarbeiten haben. Aber nächstes Jahr können die neuen Schüler*innen unser renoviertes Hauptgebäude auch noch von innen sehen.

Bedirhan Okur und Cem Türkkan

Buchtipp – Neu in unserer Mediathek

„Es heißt, man stirbt nur einmal. Dem muss ich widersprechen.“
Als Travis mit 16 Jahren so schwer erkrankt, dass ihm kein Arzt mehr helfen kann, stimmt er einem Experiment mit ungewissem Ausgang zu. Fünf Jahre später wacht er wieder auf. Mit einem Körper, den er nicht kennt. Nur sein Kopf ist noch der alte. Schnell stellt Travis fest: Die Welt, in der er nun lebt, ist nicht mehr die, die er verlassen hat.

"Das zweite Leben des Travis Coates" von John Corey Whaley

Alle seine Freunde sind fünf Jahre älter geworden, seine Freundin hat sich mit einem anderen verlobt und er selbst ist nun, als zweiter Mensch, bei dem dieser Eingriff gelang, eine Berühmtheit. Das alles passiert für Travis quasi über Nacht. Wie werden seine alten Freunde darauf reagieren, dass er, nachdem sie um ihn getrauert und mit ihm abgeschlossen haben, nun wieder auf zwei (fremden) Beinen steht? Was fängt man mit einer zweiten Chance an? Und wie um alles in der Welt soll man als 16-jähriger mit all dem klarkommen?!

Das zweite Leben des Travis Coates bildet den Rahmen für ein interessantes Gedanken-spiel: Was passiert, wenn die Zeit bei allen anderen Menschen weiterläuft, man selbst aber für fünf Jahre stehenbleibt? Dabei beschreibt der Autor John Corey Whaley unglaublich realistisch, detailliert und nachvollziehbar, welche Situationen Travis nach diesem alles verändernden Eingriff durchlebt. Durch diese Story wird man aus Sicht der Hauptfigur, in die man sich schnell hineinversetzt fühlt, hindurchgeführt. Freundschaft, Familie, Liebe und die Frage, was einem im Leben eigentlich wichtig ist, sind einige der Themen, die das Buch behandelt und dabei eine fesselnde Geschichte mit glaubhaften Charakteren erzählt.

Dadurch ist das Buch nicht nur etwas für Fans verrückter Ideen, sondern ein zum Nachdenken anregendes und inspirierendes Werk,  das es sich definitiv zu lesen lohnt.

Euer Team der Mediathek

Erasmus+ in Bulgarien

Ein anderes Land, eine andere Kultur und eine Austauschfamilie kennenlernen und dass auch noch kostenlos?!
Das Schulprojekt „Erasmus+“, an dem auch unsere Schule, das Hermann-Hesse-Gymnasium, teilnimmt macht dies möglich!
Aber was ist Erasmus+ eigentlich?

Erasmus+ ist ein Austausch-Programm, das von der Europäischen Union gefördert wird. Ziel ist es, dass sich die Menschen der europäischen Staaten besser kennenlernen. An dem aktuellen Projekt von Erasmus+ nehmen vier Schulen aus vier Ländern teil (Frankreich, Bulgarien, Deutschland und Italien). Jedes Jahr treffen sich fünf Schüler*innen aus den jeweiligen Ländern in einem Land. In den folgenden Ländern haben wir uns schon getroffen und werden uns noch treffen:

2016 – Frankreich  (Cholet)
2017 – Bulgarien  (Burgas)
2018 – Deutschland  (Berlin)
2019 – Italien  (L'Aquila)


Zum Abschluss des Projektes soll ein Kurzfilm zum Thema Migration entstehen, an dem alle teilnehmenden Schüler*innen gemeinsam arbeiten und den alle zusammen produzieren. Klingt interessant, nicht wahr?
Dieses Jahr hatten drei Mitschülerinnen und ich das große Glück, an der Bulgarien-Fahrt teilzunehmen. Immerhin ergab sich für uns die Möglichkeit in ein anderes Land zu reisen, neue Kontakte zu knüpfen, eine andere Kultur kennenzulernen und das auch noch in der Schulzeit. Wer würde sich denn so etwas entgehen lassen?
Am Tag der Abreise hatte ich ganz schön Angst und ein seltsames Bauchgefühl. „Was wenn mich meine Gastfamilie nicht mögen wird?“ oder „ Vielleicht sollte ich doch nicht gehen.“ waren Gedanken, mit denen ich sehr oft gespielt habe. Zudem machten Freunde und Verwandte sich darüber lustig, dass ich ausgerechnet nach Bulgarien reise, in ein Land wo angeblich so viele „Zigeuner“ leben. Nachdem ich gefühlte Jahre brauchte, um mir bewusst zu machen, dass das doch alles nur Vorurteile sind, gab ich mir einen Ruck und trat die Reise an.
Ob ich es bereue?
Auf gar keinen Fall!

Diese Reise war mit Abstand eines der schönsten Erlebnisse meines Lebens. Der Ort war total schön mit einem tollen Strand und super Wetter. Meine Gastfamilie hat mich so nett, zuvorkommend und hilfsbereit angenommen, wie ich es mir nie im Leben hätte vorstellen können. Und natürlich der beste Part: Das traditionell, bulgarische Essen! Einfach köstlich.
Wir arbeiteten viel an dem Kurzfilm und sammelten Ideen. Doch auch an genügend Freizeit mangelte es nicht. Wir besuchten zwei andere Städte, spazierten am Strand oder schlenderten durch die Straßen. Gesprochen wurde fast nur auf Englisch, was natürlich sehr gut ist, denn somit verbesserten wir unsere Kenntnisse und lernten Neues dazu. Und im Nu war diese eine Woche voller Erlebnisse und Spaß vorbei, und der Abschied fiel uns sehr schwer. Doch bald schon erwarten wir die Schüler*innen der anderen Länder hier in Deutschland und darauf freue ich mich sehr! Dieses Projekt ist eine super Gelegenheit, ich kann es wirklich jedem weiterempfehlen. Also lasst euch diese Chance bloß nicht entgehen!

Cagla Aktas

Die Vampire sind los

Kennt ihr Twilight oder Vampire Diaries? Tja.. wusstet ihr auch, dass Vampirfilme von früher komplett anders waren? Da musste man sich nicht entweder für Edward oder für Jacob entscheiden. Wir, der Filmkurs Jg. 11, wollten durch das Projekt „Klassiker sehen – Filme verstehen“ den Unterschied zwischen den heutigen und den damaligen Vampirfilmen herausfinden.

Nosferatu - eine Symphonie des Grauens

Der erste Klassiker, "Nosferatu - eine Symphonie des Grauens“, ist ein Stummfilm aus dem Jahre 1922 von Friedrich Wilhelm Murnau. In dem Film geht es um einen Grafen Namens Orlock (Nosferatu - Hexe mit einer Glatze :) ), der für eine Frau namens Ellen, die er liebt, deren Heimatstadt Wisborg in Schrecken versetzt. Doch durch Ellens Opfer konnte Nosferatu besiegt werden. Das heißt die Frau hat sich zwar geopfert, jedoch hatte der Film ein Happy End, da der Graf Orlock die Stadt nicht infizieren konnte.

Der Film für die meisten von uns der erste Stummfilm, den wir jemals gesehen haben. Das war erst einmal ganz schön fremd und ungewohnt. Aber nicht nur aufgrund dessen, dass es ein Stummfilm war, sondern auch durch die Musik. Die Musik war ein wichtiger Faktor in dem Film, sie muss an vielen stellen die Sprache "ersetzen". Ohne Musik hätten wir manche Szene nicht richtig deuten können. Die Musik hat die Spannung gesteigert und an anderen Stellen für eine ruhigere Stimmung gesorgt. Außerdem war der Film nicht farbig, sondern nur im schwarz-weiß Kontrast, das für eine düstere und triste Atmosphäre gesorgt hat.

Tanz der Vampire

Der zweite Film war im Gegensatz zu dem ersten Film eine Komödie besser gesagt eine Horror-Komödie. Der zweite Film heißt „Tanz der Vampire“ und wurde im Jahre 1967 von Roman Polański veröffentlicht der sogar auch die Hauptrolle in dem Film spielt.

In diesem Film geht es um einen Professor namens Professor Abronsuius und seinen treuen Gehilfen Alfred. Die Beiden versuchen den Vampirismus zu beweisen und bei ihren Forschungen stoßen sie auf den Grafen von Kroloch der die Tochter von einem Freund von dem Professor entführt und zum Vampir verwandelt hat. Bei dem Versuch die Tochter des Freundes vom Professor, Sarah zu retten und die Vampire von der Menschheit zu trennen dabei haben sie nicht die Vampire von den Menschen getrennt sondern sie unter die Menschen erst gebracht.

Der Film war wie schon erwähnt im Vergleich zum anderen Film mit mehr Szenen die die Zuschauer zum Lachen bewegte. Jedoch hatte er nicht wie der erste Film einen Happy End das hat auch die Zuschauer im Kino sehr überrascht.Im Endeffekt kann man sagen, dass die Klassiker zwar das selbe Thema haben jedoch der erste Klassiker unlustig war aber ein Happy end hatte und der zweite Klassiker lustig aber kein Happy End hatte.

Uns hat die Organisation und die Vorbereitung von den Projektleitern gut gefallen und die Klassiker selbst haben uns positiv überrascht, da wir uns das viel langweiliger vorgestellt haben. Wir haben jetzt durch dieses Projekt viel mehr Hintergrundwissen über Klassiker und wir haben auch neue Perspektiven durch dieses Projekt kennengelernt.

Ein Tag nach der Exkursion kam der Projektleiter Dr. Ganguly zur Filmstunde um eine Nachbesprechung mit uns zu führen. Wir haben die filmsprachlichen Mittel besprochen und das Original mit dem Remake von Werner Herzog verglichen. Dr. Ganguly war am Anfang streng doch nach der Zeit wurde es spaßiger und wir haben eine Menge neues Wissen gesammelt.

Wir sind eine der wenigen Schulen in Berlin, in der ein Filmkurs als Unterrichtsfach angeboten wird. Wir beschäftigen uns viel mit drehen und schneiden, jedoch ist es nicht das Einzige was wir hier machen, wir sind auch theoretisch immer auf dem neusten Stand z.B. durch lernen der verschiedenen Perspektiven oder durch das Lernen der geschichtlichen Hintergründe eines Films.


Cem Türkkan und Bedirhan Okur

Stören hoch Zwei

Zu Beginn des letzten Schuljahres haben wir eine Einladung per Videobotschaft erhalten. Die Einladung sprachen die jungen Schauspieler*innen der GORKI-Produktion STÖREN aus, die mit uns, dem Theaterkurs Jg. 10, ein Theaterstück entwickeln wollten. Ziel war es: Störungen in die Systeme zu bringen!

Nachdem wir uns gemeinsam das Stück angesehen hatten, haben wir uns mit den Schauspielerinnen des Stücks getroffen, um darüber zu sprechen. Wir wurden mit Fragen konfrontiert wie: „Was habt ihr zu den Themen Frau-Sein, Sexismus, Gender, Diskriminierung, Schönheitsideale- und Rollenbildern zu sagen? Was erlebt ihr? Was stört euch?“. Die Profuktion war als Kooperation mit unserem Theaterkurs und dem Theaterkurs der Max-Beckmann-Oberschule geplant, da beide Schulen TuSch-Partnerschulen des GORKI sind. Um ehrlich zu sein, war dieser Teil der Produktion mit die größte Herausforderung für uns. Dies lag ganz einfach daran, dass wir uns nicht kannten und insgesamt auch sehr unterschiedliche Auffassungen zu dem Thema und deren Umsetzung hatten.

Allerdings produzierten wir Mädchen vom Hermann-Hesse-Gymnasium unser Stück fast selber, aber auch nur fast. Werke aus allen möglichen Leistungen, die im Unterricht erbracht wurden, waren praktisch alle Teil des Stücks. Unsere Theater-Lehrerin, Frau Albert, hat zusammen mit Astrid Petzold, der Theaterpädagogin des GORKI, das gesamte Stück gekürzt und soweit abgerundet, dass es bühnentauglich wurde. Am Ende kam unser Stück sogar besser bei den meisten Zuschauern an, als das Stück der anderen Schule. Natürlich haben wir uns sehr darüber gefreut! Ich meine, wer würde sich denn nicht darüber freuen? :D

Wir haben das Stück als Kurs sehr ernst genommen und wirklich das Beste aus unseren unerfahrenen Kenntnissen geholt. Sei es viel Spannung, alle möglichen Emotionen, unerwartete Momente, abwechslungsreiche Gestaltung oder gutes Auftreten. Wir gingen bis an unsere Grenzen, um am Ende eine gute Show abzuliefern. Ab und zu gab es Momente, wo ich alles nur noch hinschmeißen wollte und keine Motivation mehr hatte. Ich war mit den Nerven zum Teil am Ende und nichts klappte mehr in meinen Augen. Selbst bei den letzten Proben vor der großen Aufführung, war ich sehr aufgeregt. Viele von uns dachten: "Was wenn ich jetzt meinen Text vergesse? Was wenn ich lachen muss? Ich werde die ganze Szene versauen!" Aber dann haben wir uns zusammengerissen, denn The show must go on! Aufregung gehört schließlich zum Theater dazu.

Meine persönliche Lieblingsszene? Schwer zu sagen, aber ich fand die Raumläufe mit den Haltungen extrem ausdrucksvoll, da dadurch unterschiedliche Verhaltensweisen, verursacht durch unsere zerstörte Gesellschaft, klar zu erkennen waren.

So im Nachhinein bin ich wirklich unglaublich dankbar dafür, daran teilgenommen zu haben. Dieses unvergessliche Erlebnis öffnete mir die Augen, sodass ich nun selbstbewusster durch die Straßen laufe und mir dumme Kommentare nicht mehr gefallen lasse!

Meisun Abogetha