Ausbildung der Schülermediator*innen an der Hermann-Hesse-Schule

„Ohne Vertrauen geht es nicht, sonst können wir nicht helfen.“

Der Sozialpädagogische Bereich bietet seit vier Jahren Schülern und Schülerinnen der Hermann-Hesse-Schule eine Ausbildung in der Schülermediation an. Die ausgebildeten Schülermediator*innen unterstützen streitende Mitschüler*innen in einem klärenden Gespräch, Lösungen für ihren Konflikt zu finden. Im Rahmen der Konfliktprävention trägt dieses niedrigschwellige Angebot dazu bei, Auseinandersetzungen untereinander auf Augenhöhe mit Gleichaltrigen zu klären, ohne „Erwachsene“ mit einzubeziehen.

Die Schülermediator*innen werden darin geschult Vertrauen zu schaffen, Gesprächsregeln anzuwenden und eine neutrale, allparteiliche Haltung einzunehmen. D.h. sie unterstützen beide Streitparteien bei der Problemlösung gleich viel. Dafür eignen sie sich in ihrer Ausbildung Gesprächstechniken, wie z.B. Türöffner-Fragen und Spiegeln, an. In weiteren Modulen erlernen sie unter anderem die 5-Phasen der Mediation, das Eisbergmodell, den Perspektivwechsel und die Bedürfnispyramide. In Rollenspielen und Gruppenarbeiten können sie ihr erworbenes Wissen üben und verbessern. Die Ausbildung umfasst 40 Stunden und endet mit einem Abschlusstest.

Nach erfolgreicher Ausbildung werden die Schülermediator*innen mit einer Urkunde geehrt und erhalten einen Mediationsausweis. Für Konfliktgespräche steht ihnen ein eigener Raum zur Verfügung. Derzeit erhalten sechs Schüler*innen eine Schülermediationsausbildung. In den Jahrgängen 8, 9 und 10 sind bereits neun Schülermediator*innen aktiv, weitere sieben in der Oberstufe. Durch regelmäßige Folgetreffen wird dazu beigetragen, in gegenseitigen Austausch zu kommen und die aktuelle Entwicklung zu besprechen.